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CO2 sparen

Aktiv gegen den Klimawandel

CO2 sparen
Tipps und Ideen für CO2-Sparer

Der Klimawandel hat nicht nur extreme Wetterereignisse zur Folge, sondern stellt auch Klimaforscher und die Politik vor große Herausforderungen. Doch letztlich kann jeder seinen Beitrag leisten dem Klimawandel entgegenzuwirken. Vergrößern Sie Ihr CO2-Wissen und damit Ihre Handlungsmöglichkeiten.

Bereits 1988 wurde ein Weltklima-Rat (Intergovernmental Panel on Climate Change – IPCC) von den Vereinten Nationen und der WMO ins Leben gerufen. Dieses überstaatliche wissenschaftliche Gremium sammelt und bewertet alle Veröffentlichungen zum Klimawandel und stellt sie politischen Entscheidungsträgern und anderen Interessierten zur Verfügung. Im April 2014 wurde der dritte Teil des Fünften IPCC-Sachstandsberichtes veröffentlicht, der sowohl ökonomische, technologische als auch politische Maßnahmen zur Minderung des Klimawandels aufzeigt. Weitere Informationen

Veränderungen in der atmosphärischen Konzentration von Treibhausgasen wie z.B. Kohlenstoffdioxid (CO2), der Beschaffenheit der Landoberfläche und der Sonneneinstrahlung beeinflussen die Entwicklung des Erdklimas. Jeder Europäer verursacht unter anderem durch Konsum, Mobilität und Wohnen im Durchschnitt pro Jahr Treibhausgase in Höhe von über 10 t CO2. Mit umgerechnet rund 11 Tonnen Treibhausgasen liegen wir in Deutschland im Schnitt deutlich über dem weltweiten Pro-Kopf-Aufkommen von ca. 6,8 Tonnen. Verträglich wären 2,5 Tonnen pro Kopf weltweit.

Quelle: IPCC / UmweltBundesAmt

Dass sich die Erdatmosphäre erwärmt, ist nicht von der Hand zu weisen: die globalen Luft- und Meerestemperaturen steigen an, Schnee- und Eisvorkommen schmelzen und der Meeresspiegel steigt. Dies hat für alle Lebensbereiche Konsequenzen: Beispielsweise drohen Küstenregionen unbewohnbar zu werden, landwirtschaftlich nutzbare Flächen nehmen ab, Ernteausfälle nehmen zu, Waldbrände werden katalysiert und hitzebedingte Todesfälle nehmen zu.

Quelle: IPCC

Basierend auf Berichten des IPCC wird für die kommenden zwei Jahrzehnte (2016-2035) eine globale Erwärmung von 0,3 – 0,7 ° C erwartet und die bereits zu beobachtenden negativen Auswirkungen der letzten Jahre werden sich verstärken. Die Studie „Zukünftige Klimaentwicklung in Baden-Württemberg“ zeigt Perspektiven auf Basis von regionalen Klimamodellen und ist Grundlage für strategische Entscheidungen, die zur Absicherung gegen den Klimawandel getroffen werden. Weitere Informationen

Durch kleine Verhaltensänderungen kann jeder seinen Beitrag dazu leisten, dass die Geschwindigkeit der Erderwärmung und das Ausmaß der Schäden positiv beeinflusst werden. Ressourcen schonen und erneuerbare Energiequellen nutzen sind zwei entscheidende Maßnahmen auf dem Weg zum Klimaschutz. Für ein Viertel des CO2-Ausstoßes in Baden-Württemberg sind die privaten Haushalte verantwortlich. 75 % davon entstehen beim Heizen von Gebäuden. Viele Gemeinden und Städte fördern daher energieeffiziente Heizungspumpen, Sonnenkollektoren, begrünte Dachflächen oder Hausdämmungen. Weitere Informationen

Wussten Sie, dass jeder Bundesbürger im Schnitt pro Jahr 9.500 kg an CO2-Emmissionen verursacht? Einmal ausgestoßene Klimagase wirken in der Atmosphäre und können nicht rückgängig gemacht werden. Dennoch ist es sinnvoll, den persönlichen CO2-Ausstoss zu kompensieren. D.h. man bezahlt pro Tonne CO2 einen gewissen Geldbetrag an eine Organisation. Mit diesem Geld werden dann Projekte finanziert, die zukünftig Treibhausgase an einer anderen Stelle einsparen oder den Aufbau von Kohlenstoffsenken unterstützen. Die Aufforstung von Wäldern ist beispielsweise ein klassisches Kompensationsprojekt. Der aktuelle Preis für die Kompensation von 9.500 kg CO2 liegt bei ungefähr 220,- Euro. Weitere Informationen

Tipp 1

Lassen Sie sich Obst- und Gemüsekisten mit saisonalen Produkten von regionalen Anbietern vor die Haustür liefern und freuen Sie sich so umso mehr über die heimische Erdbeer- oder Spargelsaison.

Tipp 2

Werfen Sie einen Blick auf den Saisonkalender der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Weitere Informationen 

Tipp 3

Der Verzicht auf einen Hamburger spart indirekt 2.400 Liter Wasser, also rund 15 gefüllten Badewannen. Soviel „virtuelles Wasser“ ist für die Produktion nötig, im Besonderen für den Anbau von Futter und um den Durst der Rinder zu stillen aus denen später das Hackfleisch gemacht wird.

Tipp 4

Hinter dem Begriff „Slow Food“ steckt mehr als das bewusste Genießen unseres Essens, nämlich die Initiative für die Förderung verantwortlicher Landwirtschaft, Fischerei und Viehzucht, traditionellen Lebensmittelhandwerks und die Bewahrung der regionalen Geschmacksvielfalt. Weitere Informationen 

Tipp 5

Nach Verwendung die Kaffeemaschine ausschalten und den Kaffee zum Warmhalten in Thermoskanne füllen. Übrigens: Ein Coffee-to-go belastet die Umwelt sogar mit 125g CO2 pro Becher, das sind 65 g mehr als mit der heimischen Kaffeemaschine, also lieber zu Hause brühen.   

Tipp 6

Im „Stadtführer für strategischen Konsum“ unter www.city.utopia.de finden Sie den Bio-Supermarkt in der Nähe oder das leckerste Bio-Restaurant der Stadt. Einen Überblick über die wichtigsten Bio-Siegel bei Lebensmitteln gibt es auf den Seiten 18 bis 20 im Dokument „Nachhaltiger Warenkorb“. Weitere Informationen 

Tipp 7

Zu gut für die Tonne: Jedes achte Lebensmittel, das wir kaufen, werfen wir weg. Das sollten wir schnellsten ändern. Wie das geht, erklärt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft in der Kampagne „Zu gut für die Tonne“. Weitere Informationen 

Saisonal und regional

Wer auf Erdbeeren im Winter und Tomaten im Frühling verzichtet, spart jährlich 83 kg CO2. Und wenn die saisonalen Lebensmittel dann auch noch aus der Region kommen, stärkt das nicht nur die regionale Wirtschaft, sondern spart zusätzliche 18 kg CO2 im Jahr.

Quelle: Pendos CO2-Zähler, 2. Auflage, S. 41

Es geht um die Wurst

Massentierhaltung produziert enorm viel CO2und kostet in manchen Teilen der Erde sogar kostbare Regenwaldflächen. Wenn schon Fleisch, dann aus regionaler Bio-Haltung. Schon zwei vegetarische Tage pro Woche vermeiden 99 kg CO2 im Jahr.

Quelle: Pendos CO2-Zähler, 2. Auflage, S. 41

Weniger Bohnen

Wer häufiger auf Kaffee verzichtet, spart neben CO2 auch Wasser, denn für die Erzeugung einer Tasse Kaffee mit Milch und Zucker werden 200 Liter Wasser benötigt, also eine komplette Badewanne voll.

Quelle: WWF

Alles Bio oder was?

Produkte aus Biolandbau belasten die CO2-Bilanz i.d.R. weniger als konventionell erzeugte Lebensmittel. Wer ausschließlich Bio-Lebensmittel kauft, spart jährlich 99 kg CO2 ein.

Quelle: Aus Pendos CO2-Zähler, 2. Auflage 2007, S. 41

Besser gehen!

Ein durchschnittlicher Mittelklasse-PKW (Benziner, ab Baujahr 2001) produziert 250 g CO2 pro gefahrenen Kilometer, die zu Fuß voll eingespart werden.

Quelle: Pendos CO2-Zähler, 2. Auflage, S. 144

Fest im Sattel!

Auch das Fahrradfahren spart die 250 g CO2eines durchschnittlichen Mittelklasse-PKWs voll ein. Radeln ist also nicht nur gut für die eigene Gesundheit, sondern auch fürs Klima. Und einen Parkplatz findet man immer.

Quelle: Pendos CO2-Zähler, 2. Auflage, S. 144

Wegbegleiter

Fahrgemeinschaften schonen nicht nur den eigenen Geldbeutel. Gehen wir von 230 Arbeitstagen pro Jahr und Person aus, so lassen sich stolze 3.942,2 kg CO2-Emissionen einsparen.

Quellen: ECOGOOD

Busse & Bahnen verbinden

Ein durchschnittlicher Mittelklasse-PKW (Benziner, ab Baujahr 2001) produziert 250 g CO2 pro Kilometer. Wenn man dann noch an nervige Staus im Feierabendverkehr oder morgendliches Eiskratzen im Winter denkt, so lohnt sich das Umsteigen auf den ÖPNV gleich mehrfach.

Quelle: Pendos CO2-Zähler, 2. Auflage, S. 144