Inhalt

Digital BW

Runder Tisch in Stuttgart

Runder Tisch "Nachhaltige Digitalisierung" –
Die Veranstaltung

Mehr als 180 Teilnehmerinnen und Teilnehmer brachten sich ein und diskutierten mit.

Digitalisierung als Motor der Nachhaltigkeit

Termin
15. März 2017

Veranstaltungsort
Tagungs- und Konferenzzentrum Sparkassenakademie
Baden-Württemberg

Mehr Informationen zum Veranstaltungsort

Veranstalter
Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg

Gemeinsam handeln!

Das Land Baden-Württemberg hat sich zum Ziel gesetzt die Digitalisierung zu nutzen, um den ökonomischen, sozialen und ökologischen Wandel im Land nachhaltig zu gestalten. In diesem Sinne sehen wir die Digitalisierung als Chance, um das Land zu einer Leitregion bei intelligenten, ressourcensparenden und klimaschonenden Technologien zu entwickeln und eine weitgehende Entkoppelung von Wachstum und Ressourcenverbrauch zu erreichen. Beim Runden Tisch "Nachhaltige Digitalisierung" möchten wir mit Ihnen ins Gespräch kommen und uns darüber austauschen, wie die Digitalisierung zum Nachhaltigkeitsmotor für unser Land werden kann.

Moderation der Gesamtveranstaltung
Petra Bindl

9:00 Uhr
Ankunft, Akkreditierung und Begrüßungskaffee


9:30 Uhr
Begrüßung durch die Moderatorin der Veranstaltung, Petra Bindl und Start der Veranstaltung


9:40 Uhr
Grußwort
Franz Untersteller MdL, Minister für Umwelt, Klima
und Energiewirtschaft Baden-Württemberg

10:00 bis 11:00 Uhr
Keynotes

  • Nachhaltige Digitalisierung in der Gesellschaft
    Dr. Brigitte Dahlbender, Landesvorsitzende B.U.N.D. und stellvertretende Vorsitzende des Beirats für nachhaltige Entwicklung der Landesregierung Baden-Württemberg
  • Intelligente Energiesysteme
    Dr. Ole Langniß, Inhaber von Dr. Langniß Energie & Analyse und stellvertr. Projektleiter des Verbundvorhabens C/sells: Das Energiesystem der Zukunft im Sonnenbogen Süddeutschlands

  • Digitale Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)
    Prof. Dr. Alexander Siegmund, Leiter der Abteilung Geographie & UNESCO Lehrstuhl für Erdbeobachtung und Geokommunikation Pädagogische Hochschule Heidelberg & Universität Heidelberg
  • Ressourceneffizienz durch Digitalisierung
    Univ. Prof. Dr.-Ing. Alexander Sauer, Institutsleiter Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA


11:00 bis 12:00 Uhr
Moderierte Podiumsdiskussion: Digitalisierung im Fokus der Nachhaltigkeit

Es diskutieren gemeinsam mit Petra Bindl:

  • Univ. Prof. Dr. Manfred Fischedick
    Vizepräsident des Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH, Professor an der Bergischen Universität Wuppertal, Schumpeter School of Business and Economics

  • Dr. Jürgen Jähnert
    Geschäftsführer bwcon GmbH; Connected e.V. / bwcon ist die führende Wirtschaftsinitiative zur Förderung des Innovations- und Hightech-Standortes Baden-Württemberg

  • Bernhard Lacker
    Landeskriminalamt Baden-Württemberg, Abteilung 5 – Cybercrime/Digitale Spuren

  • Prof. Dr. Georg Lämmlin
    Studienleiter im Themenbereich: Wirtschaft, Globalisierung, Nachhaltigkeit, Evangelische Akademie Bad Boll

  • Dr. Eike Wenzel
    Gründer und Leiter des Instituts für Trend- und Zukunftsforschung (ITZ GmbH) und Herausgeber des monatlichen Letters Megatrends


12:15 bis 13:30 Uhr
Mittagspause im Akademierestaurant 2


13:30 bis 15:00 Uhr
Workshops – Nachhaltigkeitsmotor Digitalisierung

  • WS 1: Intelligente Energiesysteme

  • WS 2: Ressourceneffizienz durch Digitalisierung
    Gruppe A: Digitaler Wandel in der Produktion
    Gruppe B: Green IT

  • WS 3: Nachhaltige Digitalisierung in der Gesellschaft
    Gruppe A: Digitalisierung und gesellschaftlicher Diskurs
    Gruppe B: Digitale Transformation und Bürgerbeteiligung

  • WS 4: Digitale Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)


15:00 Uhr
Abschluss im Plenum

15:45 Uhr
Abschluss mit Kaffee, Tee und Kuchen

(im Anschluss Ende der Veranstaltung)

Gemeinsam mit Ihnen wollen wir erarbeiten, wie die Digitalisierung zum Nachhaltigkeitsmotor für Baden-Württemberg werden kann. Folgende 3 Thesen sollen als Basis für die Diskussionen in den Workshops dienen:

WS 1: Intelligente Energiesysteme

  1. Durch den zunehmenden Anteil der Erneuerbaren Energien wird die Energieerzeugung dezentraler und volatiler. Dies ist ohne Digitalisierung der Energiewirtschaft nicht zu bewältigen.

  2. Dieser Prozess bildet zugleich die Grundlage für die Vernetzung mit anderen Sektoren und für intelligente Märkte mit einer Vielzahl neuer Geschäftsmodelle.

  3. Der notwendige Wandel der Energiewirtschaft bedarf dabei der Unterstützung durch die Landesregierung. Die „Digitalisierung der Energiewirtschaft“ wird ein Schwerpunktthema der laufenden Legislaturperiode werden.

WS 2: Ressourceneffizienz durch Digitalisierung

Gruppe A: Digitaler Wandel in der Produktion

  1. Erst die Digitalisierung ermöglicht eine „saubere“, umweltgerechte industrielle Produktion.

  2. Durch Digitalisierung lassen sich Stoffkreisläufe besser schließen, da sie neue technische Lösungen für Demontage und Recycling bietet.

  3. Die durch Digitalisierung vorangetriebene Individualisierung der Produktion führt insgesamt zu einem höheren Ressourcenverbrauch.

Gruppe B: Green IT

  1. Die Begrenzung des IT-bedingten Energie- und Ressourcenverbrauchs durch Green IT-Ansätze ist eine der Hauptaufgaben bei der Gestaltung der Digitalisierung.

  2. Der Energie- und Ressourceneinsatz für IT-Geräte als Kern der Digitalisie-rung übersteigt oftmals den gegenüber analogen Lösungen erzeugten Mehrwert.

  3. Gesundheitsrisiken werden durch die mit der Digitalisierung verbundenen Wertschöpfungsketten nicht reduziert, sondern lediglich in Entwicklungsländer verlagert.

WS 3: Nachhaltige Digitalisierung in der Gesellschaft

Gruppe: A: Digitalisierung und gesellschaftlicher Diskurs

  1. Digitalisierung fördert den gesellschaftlichen Zusammenhalt und macht das Leben leichter und nachhaltiger.

  2. Digitalisierung ist nicht per se nachhaltig. Damit sie der Gesellschaft zugutekommt, ist es notwendig Sie zu gestalten, damit nicht am Ende die Gesellschaft der Digitalisierung im Weg steht.

  3. Digitalisierung optimiert vorrangig ökonomische Prozesse. Muss Digitalisierung nachhaltig sein?

Gruppe B: Digitale Transformation und Bürgerbeteiligung

  1. Die Bürger/innen sind gerne bereit ihre Daten frei verfügbar ins Netz zu stellen, damit zusätzlicher sozialer, ökonomischer und ökologischer Nutzen generiert werden kann.

  2. Digitale Innovationen haben das Potential bei Planungsprozessen die Akzeptanz für Entscheidungen zu erhöhen, da Argumente zeitnah offenliegen, verstanden und einbezogen werden.

  3. Bürgerbeteiligung im digitalen Zeitalter bedeutet Präsenz der Verwaltung in den neuen Medien in Kombination mit „Face-to-Face Kommunikation.

WS 4: Digitale Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

  1. Durch Digitalisierung können bislang nicht erreichte Zielgruppen (z. B. Jugendliche aus bildungsfernen Schichten) an das Thema BNE herangeführt werden.

  2. Die Digitalisierung reduziert die Komplexität verschiedener Themen der BNE und kann auf diese Weise den Bürgerinnen und Bürgern niederschwellig begegnen!

  3. BNE kann aufgrund der zunehmend „digitalen Gesellschaft“ nur erfolgreich sein, wenn diese Entwicklung aufgegriffen wird und das Thema BNE digital aufbereitet wird!