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Jeder kann was tun!

Gut zu WisseN!

Gut zu wissen
Nachhaltigkeit geht jeden etwas an – machen Sie mit!

Sie fragen sich, wie und wo Sie konkret nachhaltig handeln können? Sie haben schon oft über Emissionen und Energieverbrauch nachgedacht, fragen sich aber, wo in Ihrem Alltag Nachhaltigkeit ansetzen kann?

Mit unseren Gut zu wisseN!-Praxistipps wollen wir für Sie die Brücke von theoretischem Wissen zum konkreten nachhaltigen Handeln bauen. Sie werden sehen, wenn Sie erst einmal damit angefangen haben, dann wird nachhaltiges Handeln ganz einfach, und es fallen Ihnen noch viele weitere Ideen für nachhaltige Taten ein.

Neu: Gut zu wisseN!-Tipps gibt es auch in einer neuen Broschürenreihe (insgesamt drei Broschüren zu den Themen: "nachhaltig leben und einkaufen", "nachhaltig gärtnern und genießen" und "nachhaltig bewegen und reisen"). Ergänzt werden die Broschüren durch eine Plakatserie (aktuell gibt es vier Plakate). Broschüren und Plakate stehen bei unter:
Publikationen kostenlos als Downloads zur Verfügung.

  1. Lassen Sie sich „Obst- und Gemüsekisten“ von regionalen Anbietern vor die Haustür liefern.
  2. Besonders glaubwürdig sind Produkte von Regionalinitiativen, die garantieren, dass ihre Produkte in einer definierten Herkunftsregion erzeugt und verarbeitet werden. Zahlreiche Regionalinitiativen finden sich in einer Projektdatenbank unter www.reginet.de
  3. Im „Stadtführer für strategischen Konsum“ finden Sie den Bio-Supermarkt in der Nähe oder das leckerste Bio-Restaurant Ihrer Stadt. www.city.utopia.de
  4. Frag Omi! Sie kennt sicher noch Rezepte, wie man Reste schmackhaft verwerten kann, z. B. „Ofenschlupfer“. Auch Restekochbücher wie etwa „Taste the Waste: Rezepte und Ideen für Essensretter“ von Valentin Thurn machen Appetit auf mehr.
  1. In vielen Bereichen, so auch bei den Kosmetika, ist Palmöl die neue „Wunderwaffe“. Palmöl ist zwar ein nachwachsender Rohstoff, aber für Palmölplantagen werden riesige Regenwaldflächen abgeholzt. Daher lohnt ein genauer Blick auf den Beipackzettel. Es gibt Online-Einkaufsführer, in denen Produkte ohne Palmöl aufgelistet sind. www.umweltblick.de/ernaehrung/produkte-ohne-palmoel
  2. Friseure raten: Weniger ist mehr. Denn durch zu häufiges Waschen mit zu viel Shampoo wird das Haar strapaziert und fettet schneller nach.
  3. Der prüfende Blick auf die Inhaltsstoffe hilft nicht nur der Umwelt, sondern auch dem eigenen Körper. Denn nicht nur über Kosmetika, sondern auch über handelsübliche Weichspüler können gesundheitsschädigende Chemikalien und allergieauslösende Stoffe über die Atemwege oder die Haut in den Körper gelangen.
  1. Eine Entrümpelungsaktion macht deutlich, wie viel Plastik sich im Haus versteckt und ist eine gute Gelegenheit, unnötiges Plastik als Wertstoff wieder dem Kreislauf zuzuführen.
  2. Auch beim Spielzeug gibt es Alternativen zum Kunststoff. Das Nachhaltigkeits-Plus: Plastikfreies Spielzeug ist sicherer und langlebiger.
  3. Bürotipp: Verwenden Sie doch mal Klarsichtfolien aus recyceltem PET.
  4. Dass man fast ohne Kunststoff leben kann, zeigt das Experiment von Familie Krautwaschl aus der Nähe von Graz in Österreich. www.keinheimfuerplastik.at
  1. Wer sein Geschirr von Hand spült, geht nicht automatisch sparsam mit Wasser um. Eine moderne, gut gefüllte Spülmaschine macht das Geschirr mit ca. 15 Litern Wasser sauber. Das sind ca. 35 Liter weniger, als der Abwasch am Spülbecken verbraucht.
  2. Bewässern Sie Garten und Blumen mit Regenwasser, das in Regentonnen und Regenwasserzisternen aufgefangen wird. Auch wer keinen Garten hat, kann Wasser, das beispielsweise zum Waschen eines Salates verwendet wurde, auffangen und zum Blumengießen verwenden.
  3. Größter Wasserverschwender im Haushalt ist die Toilette. Vier- bis fünfmal pro Tag geht man durchschnittlich auf die Toilette, das sind pro Person im Durchschnitt 34 Liter am Tag. Ein neuer Spülkasten mit Spartaste oder einfach ein großer Ziegelstein im Spülkasten können beim Wassersparen helfen.
  1. Zuverlässige Energie-Messgeräte gibt es schon ab 10 Euro. Sie sind ideale Helfer, wenn man selbst den Energiebedarf im Haus ermitteln möchte.
  2. Kommt bei Ihnen schon grüner Strom aus der Steckdose? Der Wechsel zu einem Ökostromanbieter ist leichter als Sie denken. Die Online Plattform Ökostromanbieter liefert einen informativen Überblick über Ökostromangebote. www.oekostrom-anbieter.info
  3. Bildschirmschoner sind wahre Stromfresser. Der geliebte Aquarium-Bildschirmschoner z. B. verbraucht fast doppelt soviel Strom wie ein echtes Aquarium. Und schonen tut er einen modernen Flachbildschirm eh nicht mehr.
  1. In der kalten Jahreszeit abends die Rollläden runterlassen, das hält die Wärme länger in den Räumen.
  2. Drehen Sie Ihre Heizung nachts herunter oder nutzen Sie die automatische Nachtabsenkung.
  3. Wenn Sie die Raumtemperatur um nur 1°C senken, sparen Sie 6 Prozent der Heizkosten. So tun Sie auch etwas für Ihre Gesundheit, denn zu hohe Raumtemperaturen steigern die Erkältungsgefahr.
  4. Möbel vor der Heizung wegrücken, damit die Luft optimal zirkulieren kann und sich das Zimmer gleichmäßig erwärmt.
  5. Investieren Sie in eine moderne und effiziente Heizungspumpe. Damit entlasten sie die Umwelt jedes Jahr um bis zu 240 kg CO2 und Ihren Geldbeutel um bis zu 150 Euro.
  1. Nutzen Sie häufiger mal das Fahrrad. Mit dem „Radroutenplaner Baden-Württemberg“ im Internet oder als App finden Sie die schnellste Strecke mit oder ohne öffentliche Verkehrsmittel. 
www.radroutenplaner-bw.de
  2. Apps wie die von „Call a bike“ helfen Ihnen noch schneller, die Verleihstationen in Ihrer Nähe zu finden. Selbst Entleihe und Rückgabe sind damit möglich.
  3. Immer mehr Städte werden als „Stadt der kurzen Wege“ bezeichnet und folgen damit dem Leitbild der zukünftigen Stadtplanung: Durch die räumliche Nähe von Wohnung und Arbeitsplatz wird die Mobilität leichter und der Verkehr weniger.
  4. Werden Sie CarSharer, denn Mitfahrer tun nicht nur etwas für das Klima, sondern sparen sich auch praktischerweise die Parkgebühren vor Ort.
  5. Wer einen ähnlichen Weg zur Arbeit hat, kann auch feste Fahrgemeinschaften mit Kollegen oder Nachbarn bilden und so den Berufsverkehr entlasten.
  6. Die im CarSharing eingesetzten Fahrzeuge sind jünger, niedriger motorisiert und haben einen geringeren Kraftstoffverbrauch als die Durchschnittsflotte der deutschen Privat-Pkw. Darüber hinaus führt CarSharing auch zur Entlastung des ruhenden Verkehrs.
  1. Als erstes Bundesland zeichnet Baden-Württemberg in Zukunft mit einem neuen Qualitätssiegel diejenigen Tourismusziele aus, die die ökologischen, ökonomischen und sozialen Kriterien eines Nachhaltigkeitschecks erfüllen.
  2. Wer gerne in ferne Länder reist, kann als Ausgleich für die durch die Flugreise entstandenen Emissionen eine freiwillige Klimaabgabe leisten. Dieser Beitrag fließt z. B. in die Aufforstung von Wäldern oder in Sonnen- und Windkraftprojekte.
  3. Mit „Klasse unterwegs“ bietet die Deutsche Bahn für Schulklassen passende Tagestouren in die Region an, die Unterrichtsthemen praktisch ergänzen und mit dem öffentlichen Nahverkehr leicht zu erreichen sind.
  1. In den meisten Baumärkten lassen sich Spezialwerkzeuge oder Maschinen auch stundenweise und für wenig Geld ausleihen, eine gründliche Einweisung gibt es kostenlos dazu.
  2. Warentauschtage, eine Idee der Abfallwirtschaftsämter, sollten ursprünglich die Müllentsorgung optimieren und sind in Baden-Württemberg mittlerweile fester Bestandteil in den Veranstaltungskalendern der einzelnen Kommunen, Parteien und Umweltschutzverbände.
  3. Nicht nur für Bedürftige, sondern für alle sind die Sachen, die sich in den so genannten Giveboxen ansammeln. Diese „Geschenkebuden“ schmücken immer mehr Städte und zeigen den Trend zur Eigeninitiative. www.facebook.com/Givebox
  1. Statt Pflanzenerde mit Torf aus den schützenswerten Hochmoor-Biotopen zu verwenden, düngen Sie Ihren Garten besser mit Kompost. Er verbessert die Bodenstruktur und ist dabei weniger sauer und nährstoffreicher als Torf – und wenn Sie ihn selbst machen, ist er sogar kostenlos.
  2. Brachflächen in der Stadt bieten sich an, um bepflanzt zu werden, beispielsweise mit immer selteneren Wildpflanzen wie der Kornblume.
  3. Das ganze Jahr über eigenes Obst und Gemüse? Wann was zu ernten ist, finden Sie im Internet unter dem Stichwort „Saisonkalender“.
  1. Schenken Sie Freunden oder Nachbarn Ihren Kühlschrankinhalt, bevor Sie in Urlaub fahren. So gießen diese sicherlich noch lieber Ihre Blumen.
  2. Halten Sie sich bewusst an den Einkaufszettel und vermeiden Sie verlockende Angebote und Spontankäufe.
  3. Streuobstbäume ernten, ohne selbst welche zu besitzen. Das geht, ganz legal und deutschlandweit. www.mundraub.org