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Aktionsprogramm Nachhaltige Integration

ZusammenlebeN!

Aktionsprogramm Nachhaltige Integration
Unser Anspruch: Gemeinsam mit der Gesellschaft Nachhaltigkeit verwirklichen!

Oberstes Ziel einer nachhaltigen Integrationspolitik ist es, das friedliche Zusammenleben zu sichern und Chancengerechtigkeit herzustellen. Integration findet vor Ort statt. Kreise, Städte und Gemeinden sind unverzichtbare Partner. Ebenso sind dies Verbände, Vereine und sonstige Einrichtungen, die über wichtige Kompetenzen verfügen. Schließlich sind Menschen mit Migrationshintergrund selbst zentrale Akteure, die die Gesellschaft mitgestalten.

Das Aktionsprogramm Integration des Ministeriums für Integration konzentriert sich auf folgende drei Schwerpunkte: 

1. Stärkung der Integrationskraft vor Ort

Der erste Schwerpunkt knüpft an das Förderprogramm des Ministeriums für Integration an, das die Kommunen bei der strukturellen Verankerung ihrer Integrationsaufgaben unterstützt. Förderfähige Maßnahmen sind beispielsweise kommunale Integrationskonzepte, die Einrichtung von zentralen Ansprechstellen oder lokale Integrationsnetzwerke. Weitere Förderbereiche sind die stärkere Beteiligung der Eltern am Bildungsweg ihrer Kinder und Antidiskriminierungsarbeit. Im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie werden herausragende Projekte gefördert, die im Sinne des Landesinteresses besonders nachhaltig wirken. 

2. Akzeptanz kultureller Vielfalt in sämtlichen Lebensbereichen

Im Rahmen des zweiten Schwerpunkts wird die flächendeckende Ausbildung islamischer Krankenhausseelsorgerinnen und -seelsorger gefördert. Ziel ist es, landesweit insgesamt rund 160 Ehrenamtliche zu islamischen Krankenhausseelsorgerinnen und -seelsorgern auszubilden. Diese verfügen dann über spezifisch islamische Kenntnisse beim Umgang mit kranken Menschen und können Menschen mit muslimischem Hintergrund bei Bedarf unterstützen. 

3. Effektive Bekämpfung von Diskriminierung, Menschenfeindlichkeit und Rassismus

Im dritten Schwerpunkt wird ein Antidiskriminierungsnetzwerk in Baden- Württemberg aufgebaut. Einerseits werden bestehende Beratungsangebot zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) vernetzt, andererseits auch neue Initiativen vor Ort geschaffen.