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Beirat N! - Arbeitsgruppen

Schwerpunktthemen vertiefen

Beirat N! - Arbeitsgruppen
Vier Arbeitsgruppen bearbeiten wichtige Nachhaltigkeitsthemen

In Arbeitsgruppen unter Federführung der Ministerien werden ausgewählte Themenbereiche bearbeitet. Die Arbeitsgruppen treffen sich hierzu mehrmals im Jahr.

In der ersten, konstituierenden Sitzung des Beirats wurden zunächst drei Arbeitsgruppen eingerichtet. Ist deren Arbeit beendet oder stehen weitere wichtige Themen auf der Agenda, können jederzeit neue Arbeitsgruppen geschaffen werden. Aktuell kümmern sich vier verschiedene Arbeitsgruppen um folgende Themen: Bildung für nachhaltige Entwicklung, Energie und Klima, Ziele und Indikatoren sowie Nachhaltige Mobilität. Die Federführung für die AG „Bildung für nachhaltige Entwicklung „ hat das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport, während das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur der AG „Nachhaltige Mobilität“ vorsteht. Die AGs „Ziele und Indikatoren“ und „Energie und Klima“ werden vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft geleitet.

Die Förderung von zukunftsfähigen, ökologisch und sozial gerechten Lebensmodellen betrifft alle Menschen. Jeder Mensch muss die Gelegenheit erhalten, sich Werte, Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten für die Gestaltung einer lebenswerten Zukunft anzueignen. Diese gesellschaftspolitische Herausforderung muss in allen Bildungseinrichtungen sowie in der pädagogischen Aus- und Fortbildung einen zentralen Stellenwert erhalten. Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ist deshalb ein Schwerpunktthema der Nachhaltigkeitsstrategie.



Schwerpunkt der Arbeitsgruppe BNE: schulischer Bereich 


Die Arbeitsgruppe hat sich bislang auf Bildung für nachhaltige Entwicklung im schulischen Bereich konzentriert. Sie hat folgende Handlungsempfehlungen entwickelt:

  • nachhaltige Entwicklung soll als allgemeine Bildungsaufgabe verstanden werden, die auf allen Ebenen des Bildungswesens verankert werden soll;
  • BNE soll am Lernort Schule zum Bestandteil der Curricula machen und in das Schulleben integriert werden;
  • außerschulische Partner sollen einbezogen und
  • BNE in die Aus- und Weiterbildung von Lehrerinnen und Lehrern integriet werden.


Im Vordergrund stehen dabei nicht Einzelmaßnahmen, sondern Maßnahmen, die zentrale Ansatzpunkte kombinieren. Die Landesregierung ist nun aufgefordert, die Empfehlungen des Beirats umzusetzen. 



Weitere Themenfelder 


Neben dem schulischen Handlungsfeld gibt es zahlreiche weitere Bereiche, die für Bildung für nachhaltige Entwicklung von großer Relevanz sind. Der Beirat der Landesregierung für nachhaltige Entwicklung hat beschlossen, in der Arbeitsgruppe als nächstes die Bereiche Elementarbildung und betriebliche Ausbildung zu bearbeiten.

Energiewende und der Ausbau erneuerbarer Energien


Die Energiewende ist breiter gesellschaftlicher Konsens. Dennoch erzeugt der damit einhergehende Strukturwandel hin zu einer verstärkt dezentralen, regenerativen Stromerzeugung Veränderungen und damit auch möglicherweise Konflikte. So können sich beim Ausbau erneuerbarer Energieanlagen Konflikte mit dem Naturschutz, mit Anwohnern und weiteren Flächennutzungen ergeben. Der Nachhaltigkeitsbeirat unterstützt die Landesregierung dabei, offen und transparent mit diesen Konfliktfeldern umzugehen. 



Vorschläge der Arbeitsgruppe „Energie und Klima“ 


Die Arbeitsgruppe hat sich zum Ziel gesetzt, zunächst das Thema Energieeffizienz in den Vordergrund zu rücken und die Bevölkerung mithilfe dreier Aktionsprogramme mit einzubeziehen. Themen sind Energieeffizienz und -einsparung am Arbeitsplatz mittels eines Azubiwettbewerbes „deltaE“, die Durchführung eines Wettbewerbs, der besonders energieeffiziente Stadt- und Landkreise auszeichnet („Leitstern Energieeffizienz“) und das Modellprojekt „Energieeffizienzregion Biosphärengebiet Schwäbische Alb“, in der mit gutem Beispiel vorangegangen wird, um alle Facetten zur Verbesserung der Energieeffizienz auszuprobieren und die dabei wirksamen Mechanismen zu analysieren. Das Umweltministerium hat im Frühjahr 2014 die drei Aktionsprogramme gestartet. Die Gewinner des Azubiwettbewerbs wurden am 26.9.2014 in Karlsruhe durch MP Kretschmann ausgezeichnet, die Preisverleihung zum Leitstern Energieeffizienz 2014 fand am 8.12.2014 statt.

Nachhaltigkeit in allen Bereichen verwirklichen 


Die Landesregierung möchte „das Prinzip der Nachhaltigkeit in allen Bereichen verwirklichen“, so hat sie es in ihrem Koalitionsvertrag festgelegt. Die Nachhaltigkeitsstrategie soll dabei auf den politischen Zielen der Landesregierung aufbauen und in allen Ministerien umgesetzt werden. Die Arbeitsgruppe „Ziele und Indikatoren“ unter Federführung des Umweltministeriums unterstützt die Landesregierung in diesem Prozess.

Zieleprozess

Herausforderungen und Leitsätze einer nachhaltigen Entwicklung 

Erst wenn klar ist, welchen Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung sich Baden-Württemberg stellen muss und wie diesen Herausforderungen politisch begegnet werden kann, können Ziele für eine nachhaltige Entwicklung des Landes festgelegt werden. 
Die Herausforderungen benennen zentrale Problemfelder, auf die es eine politische Antwort zu finden gilt. Grundlage für ihre Definition ist der Koalitionsvertrag der Landesregierung. Die sogenannten Leitsätze beziehen sich auf diese Herausforderungen. Es sind Handlungsleitsätze: Sie legen auf übergeordneter Ebene politische Ziele fest und definieren die Schwerpunkte der nachhaltigen Entwicklung im Land. 

AG und Beirat haben die Ressorts intensiv bei der Erarbeitung der Herausforderungen und Leitsätze unterstützt.

Strategische und operative Ziele einer nachhaltigen Entwicklung 

Auf Basis dieser Herausforderungen und Leitsätze haben die Ressorts zunächst konkrete Ziele benannt. Es galt, die übergeordneten Leitsätze dabei in konkretes politisches Handeln zu übersetzen und messbar zu machen. Die Ressorts haben dann in einem nächsten Schritt nachprüfbare Maßnahmen benannt, mit deren Hilfe die Ziele umgesetzt werden können. 



Die Ziele und Maßnahmen sind in die Nachhaltigkeitsberichte der Ministerien, die in Kürze zur Verfügung stehen werden, eingeflossen.

Statusindikatoren

Nachhaltigkeit – die faktische Lage in Baden-Württemberg 

Aufgabe der Arbeitsgruppe „Ziele und Indikatoren" war es, die Landesregierung bei der Entwicklung von Statusindikatoren zu unterstützen, die eine Aussage über die faktische Entwicklung im Land ermöglichen. 
Die Statusindikatoren werden in Form eines Indikatorenberichts alle zwei Jahre veröffentlicht und ermöglichen eine Gesamtübersicht über den aktuellen Status quo nachhaltiger Entwicklung in Baden-Württemberg. Der Indikatorenbericht 2014 kann unter "Publikationen"heruntergeladen werden.

Mobilität ist eines der Kernthemen der Landesregierung. Baden-Württemberg soll Pionierregion für nachhaltige Mobilität werden. Auch im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie ist dies deshalb ein wichtiges Thema. Der Beirat hat in seiner dritten Sitzung im Oktober 2013 beschlossen, sich im Rahmen einer Arbeitsgruppe intensiv mit dem Themenfeld nachhaltige Mobilität auseinanderzusetzen. Die Federführung für die Arbeitsgruppe hat das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur.

Die Arbeitsgruppe hat ein Diskussionspapier zur nachhaltigen Mobilität im ländlichen Raum erarbeitet und wird sich als nächstes mit dem Thema nachhaltiger Güterverkehr auseinandersetzen.