Inhalt

Schwerpunktthemen

Schwerpunkte setzen

Schwerpunktthemen
Die N!-Strategie setzt Schwerpunkte in hochrelevanten Themenbereichen.

Nachhaltiges Handeln bezieht sich auf alle Lebensbereiche, daher ist die Nachhaltigkeitsstrategie Baden-Württemberg auch sehr breit ausgelegt. Gleichzeitig gibt es aber auch Themen, die für eine nachhaltige Entwicklung besonders relevant sind. Daher setzt das Land gerade auf solche Themen besondere Schwerpunkte. Diese Fokussierung auf Schwerpunktthemen ermöglicht die Verankerung von Nachhaltigkeitsaspekten in konkreten und hochrelevanten Themenbereichen und macht Verbesserungen deutlich.


Folgende Schwerpunktbereiche wurden in der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes festgelegt:

  • Energie und Klima
  • Umgang mit Ressourcen
  • Bildung für nachhaltige Entwicklung
  • Nachhaltige Mobilität
  • Integration

Für alle Schwerpunktthemen werden sogenannte Aktionsprogramme aufgelegt. Mit diesen Aktionsprogrammen sollen konkrete Lösungsansätze und Umsetzungskonzepte erarbeitet werden.

Nachhaltige Entwicklung ohne Energiewende ist eigentlich nicht möglich. Denn fossile Energieträger, die wir heute verbrauchen, stehen nachfolgenden Generationen nicht mehr zur Verfügung. Darüber hinaus beschleunigt der ungebremste CO2-Ausstoß den Klimawandel. Das wiederum hat gravierende Auswirkungen auf die Lebensbedingungen aller Menschen.
Dem Themenkomplex Energie und Klima kommt daher auch innerhalb der Nachhaltigkeitsstrategie Baden-Württembergs eine Schlüsselrolle zu. Daher werden in diesem Bereich gleich drei Aktionsprogramme umgesetzt. Schwerpunkt dieser Aktionsprogramme ist die Energieeffizienz. Denn im sparsamen Umgang mit Energie steckt eine der größten zur Verfügung stehenden Energiequellen.

Weiterführende Informationen

Aktionsprogramme Energie und Klima

Aus einer Initiative aus dem Beirat der Landesregierung für nachhaltige Entwicklung heraus haben das Umweltministerium und verschiedene Wirtschaftsverbände im November 2013 eine gemeinsame Erklärung für eine „Allianz für mehr Ressourceneffizienz Baden-Württemberg“ und die Initiative „100 Betriebe für Ressourceneffizienz“ unterzeichnet.

100 Unternehmen sollen gewonnen werden, die Einsparpotenziale im Energie- und Materialbereich in konkreten Projekten erfassen, dokumentieren und veröffentlichen. Sie sollen als Exzellenzbeispiele zeigen, wie Ressourceneffizienz umgesetzt werden kann und auch weitere Unternehmen inspirieren.

Weiterführende Informationen

100 Betriebe für Ressourceneffizienz

Die Förderung von zukunftsfähigen, ökologisch und sozial gerechten Lebensmodellen betrifft alle Menschen. Jeder Mensch muss die Gelegenheit erhalten, sich Werte, Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten für die Gestaltung einer lebenswerten Zukunft anzueignen. Diese gesellschaftspolitische Herausforderung muss in allen Bildungseinrichtungen sowie in der pädagogischen Aus- und Fortbildung einen zentralen Stellenwert erhalten. Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ist deshalb ein Schwerpunktthema des Beirats für Nachhaltige Entwicklung der Landesregierung.

Schwerpunkt der Arbeitsgruppe des Beirats: schulischer Bereich

Die Arbeitsgruppe hat sich bislang auf Bildung für nachhaltige Entwicklung im schulischen Bereich konzentriert. Sie hat folgende Handlungsempfehlungen entwickelt:

  • nachhaltige Entwicklung als allgemeine Bildungsaufgabe, die auf allen Ebenen des Bildungswesens verankert werden soll;
  • BNE am Lernort Schule zum Bestandteil der Curricula machen und in das Schulleben integrieren;
  • außerschulische Partner einbeziehen und
  • BNE in die Aus- und Weiterbildung von Lehrerinnen und Lehrern integrieren.

Im Vordergrund stehen dabei nicht Einzelmaßnahmen, sondern Maßnahmen, die zentrale Ansatzpunkte kombinieren. Die Landesregierung ist nun aufgefordert, die Empfehlungen des Beirats umzusetzen.

Weitere Themenfelder

Neben dem schulischen Handlungsfeld gibt es zahlreiche weitere Bereiche, die für Bildung für nachhaltige Entwicklung von großer Relevanz sind. Der Beirat der Landesregierung für nachhaltige Entwicklung hat beschlossen, in seiner Arbeitsgruppe als nächstes die Bereiche Elementarbildung und betriebliche Ausbildung zu bearbeiten.

Weitere Informationen zur Bildung für nachhaltige Entwicklung finden sich unter www.bne-bw.de Zur Website

Beim Thema Integration geht es in erster Linie um die soziale, aber auch um die ökonomische Dimension nachhaltigen Handelns. Das Schwerpunktthema konzentriert sich vor diesem Hintergrund im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie zunächst auf folgende Ziele:

  • Stärkung der Integrationskraft vor Ort
  • Akzeptanz kultureller Vielfalt in sämtlichen Lebensbereichen
  • Effektive Bekämpfung von Diskriminierung, Menschenfeindlichkeit und Rassismus.

Das aufgelegte Aktionsprogramm „Nachhaltige Integration“ verfolgt daher folgende Ziele: Im Aktionsprogramm sollen erstens ausgewählte Pilotprojekte in der Integrationsarbeit in den Kommunen im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie unterstützt werden. Zweites Element ist die islamische Krankenhausseelsorge, die flächendeckend in ganz Baden-Württemberg eingeführt wird. Außerdem wird ein Antidiskriminierungsnetzwerk im Land Baden-Württemberg aufgebaut. Dabei sollen bestehende Beratungsangebote vernetzt, es sollen aber auch neue Initiativen vor Ort geschaffen werden.

Weiterführende Informationen

Integration und nachhaltige Entwicklung

Mobilität ist eines der Kernthemen der Landesregierung, denn Baden-Württemberg soll Pionierregion für nachhaltige Mobilität werden. Mit der Mobilitäts- und Verkehrspolitik sollen in Baden-Württemberg innovative, umweltgerechte und soziale Mobilitätskonzepte gefördert und umgesetzt werden. Unter anderem werden dabei folgende Ziele konkret verfolgt: 

  • Bis 2020 sollen die CO2-Emmissionen des Verkehrs um 20 % gegenüber dem Jahr 1990 reduziert werden. Hierfür soll der Anteil umweltverträglicher Verkehrsarten am Verkehrsaufkommen spürbar steigen; beispielsweise soll der Anteil des Radverkehrs verdoppelt werden.
  • Verkehrsträgerübergreifende Konzepte sollen den Verkehr effizienter und bequemer für die Nutzerinnen und Nutzer machen und seine Auswirkungen auf Anlieger und Umwelt abmildern.
  • Mobilität muss für alle bezahlbar bleiben. 

Auch im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie ist nachhaltige Mobilität deshalb ein wichtiges Thema. Der Beirat der Landesregierung für nachhaltige Entwicklung hat deshalb beschlossen, eine Arbeitsgruppe „Nachhaltige Mobilität“ unter Federführung des Ministeriums für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg einzurichten. Diese Arbeitsgruppe nahm 2014 ihre Arbeit auf und beschäftigte sich bisher mit Fragen einer nachhaltigen Mobilität für den ländlichen Raum. Für das Jahr 2015 steht unter anderem das Thema nachhaltiger Güterverkehr auf der Agenda der Arbeitsgruppe.  

Weiterführende Informationen

Nachhaltige Mobilität in Baden-Württemberg