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Icon zu Handlungsfeld: Nachhaltigkeit in der Verwaltung. Die Grafik zeigt die Strichzeichnung der Frontansicht eines stilisierten Rathauses.
Handlungsfeld Nachhaltigkeit in der Verwaltung

Kommunale Rahmenbedingung

Nachhaltigkeit in der Verwaltung

Um was geht es in diesem Handlungsfeld?

Nachhaltige Entwicklung ist eine Querschnittsaufgabe, die ökologische, ökonomische sowie soziale Fragestellungen und Belange in Einklang bringen muss. Damit nachhaltige Entwicklung auf kommunaler Ebene erfolgreich ist, müssen sich die Prinzipien der Nachhaltigkeit auch im Handeln der Verwaltung wiederfinden und zum politischen Entscheidungsprinzip werden. Gleichzeitig gilt es, das Thema Nachhaltigkeit in der Verwaltungsspitze zu platzieren, um klare und verlässliche Entscheidungen zu ermöglichen, auch bei Konflikten zwischen gleichrangingen Zielen.


Der Leitsatz in diesem Handlungsfeld

Die Kommune versteht nachhaltige Entwicklung als übergreifende Verwaltungsaufgabe und wichtiges Entscheidungsprinzip. Im täglichen Handeln geht sie mit gutem Vorbild voran und trägt dies nach außen.

Die Handlungsfelder der nachhaltigen Kommunalentwicklung der Kommunalen Initiative Nachhaltigkeit stehen in direktem Bezug zu den globalen Nachhaltigkeitszielen (SDGs) der Agenda 2030. Die untenstehende Grafik zeigt an, auf welche SDGs sich das Handlungsfeld "Nachhaltigkeit in der Verwaltung" direkt bezieht.

 

Die Grafik zeigt das Handlungsfeld „Nachhaltigkeit in der Verwaltung“ als vollflächigen hellblauen Kreis. Die textliche Benennung des Handlungsfelds ist in weißer Schrift dargestellt. Um den Kreis sind tortenstückartig die Zeichen der 17 Globalen Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals – SDGs) angeordnet. SDGs, die keinen Bezug zu diesem Handlungsfeld haben, sind grau dargestellt. SDGs mit Bezug zum Handlungsfeld sind in der jeweiligen SDG-Farbe abgebildet. Das Handlungsfeld nimmt Bezug zu folgenden SDGs: SDG 4: „Hochwertige Bildung“, SDG 5: „Geschlechtergleichheit“, SDG 10: „Weniger Ungleichheiten“, SDG 11: „Nachhaltige Städte und Gemeinden“, SDG 12: „Nachhaltiger Konsum und Produktion“, SDG 13: „Maßnahmen zum Klimaschutz“ und SDG 16: „Frieden, Gerechtigkeit und Starke Institutionen“.

 

Mehr Informationen zu den SDGs und der Agenda 2030

 

Diese Fragen können Ihnen beim Einstieg in das Thema behilflich sein:

  • Welche Managementsysteme (z.B. im Bereich Energie oder Umwelt) gibt es?
  • Wie wird die ressortübergreifende Zusammenarbeit in der Verwaltung gewährleistet?
  • Ist nachhaltige Entwicklung als Querschnittsaufgabe in der Verwaltung verankert?
  • Gibt es in der Verwaltung eine Ansprechperson für nachhaltige Entwicklung?
  • Wie werden kommunale Vorhaben und politische Entscheidungen anhand von Nachhaltigkeitskriterien auf ihre Auswirkungen hin überprüft?
  • Wird bei der Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation nachhaltiges Handeln nach außen getragen und somit Nachhaltigkeitskompetenz vermittelt?
  • Welche Bestrebungen gibt es, Nachhaltigkeitskriterien bei der Beschaffung von Produkten und Dienstleistungen zu berücksichtigen?
  • Wie ist das Verhältnis von Männern und Frauen in unserer Verwaltung und auf Leitungsebene?
  • Wo gibt es noch Entwicklungspotential für die Verwaltung?

Betrachten Sie die hier genannten Vorschläge als Anregungen, um vor Ort aktiv zu werden. Die Liste ist sicherlich nicht vollständig, ein Denkanstoß kann sie aber dennoch sein.

Nachhaltige Verwaltung

  • Schaffen der Position einer/eines Ressort übergreifenden Nachhaltigkeitsbeauftragten oder einer Steuerungsgruppe um die Nachhaltigkeitsaktivitäten der Verwaltung (evtl. auch die der beteiligten zivilgesellschaftlichen Gruppierungen) zu koordinieren 
  • Etablierung eines nachhaltigen Beschaffungswesens zur bevorzugten Anschaffung und Verwendung von ökologischen, klimafreundlichen, regionalen, sozialverträglich und fair gehandelten Produkten und Dienstleistungen.

Managementsysteme und Konzepte

  • Etablierung von Nachhaltigkeits-, Energie- oder Umweltmanagementsystemen
  • Aufsetzen von Klimaschutz- oder Mobilitätskonzepten Regelmäßige Überprüfungen zum Stand von Zielen und Maßnahmen, um nachhaltige Kommunalentwicklung zu verstetigen (Nachhaltigkeitsmanagement)

Kommunaler Nachhaltigkeitscheck

  • Bewertung bzw. Überprüfung der Auswirkungen von politischen Entscheidungen auf die nachhaltige Entwicklung mit kommunalen Nachhaltigkeitschecks

Öffentlichkeitsarbeit / Bildung für nachhaltige Entwicklung

  • Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit, um nachhaltiges Handeln der Kommunalverwaltung sichtbar zu machen

Weitere Inhalte:

  • Ausschließliche Verwendung von Recyclingpapier in der Verwaltung und bei Druckerzeugnissen
  • Anstreben einer CO2-neutralen Verwaltung
  • Überprüfung Fuhrpark / Flott, Prüfung der Möglichkeiten des Umstiegs auf alternative Antriebe bzw. Sharing-Systeme.
  • Stärkung eines nachhaltigen (lokalen/regionalen) Ernährungssystem in den kommunalen Mensen und Kantinen
  • Vermeidung von Lebensmittelabfällen in den kommunalen Mensen und Kantinen
  • Stärkung von regionalen und biologisch erzeugten Lebensmitteln / Produkten