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1. Mainauer Nachhaltigkeitsdialog – Perspektiven für Mensch und Umwelt

Bedeutung und Zukunft des kommunalen Klimaschutzes

Auf der Insel Mainau findet heute (19.06.) der 1. Mainauer Nachhaltigkeitsdialog – Perspektiven für Mensch und Umwelt des Umweltministeriums in Kooperation mit der Lennart-Bernadotte-Stiftung statt. Experten aus Kommunen sowie aus Wissenschaft und Politik diskutieren über Strategien eines verantwortungsvollen und nachhaltigen kommunalen Klimaschutzes in Zeiten des Klimawandels, knapper werdender Ressourcen und des demografischen Wandels. Am Vormittag stehen kommunale „best practice“ Beispiele im Fokus der Tagung, am Nachmittag wird dann unter anderem auch über Ideen, Strategien und Konzepte eines weltweiten Klimaschutzes debattiert. 

„Mit der neuen Veranstaltungsreihe möchten wir zusammen mit der Lennart-Bernadotte-Stiftung das Thema Nachhaltigkeit noch stärker in den Fokus von Politik und Gesellschaft rücken“ erklärte Umweltminister Franz Untersteller zum Auftakt. Er wies in seiner Eröffnungsrede darauf hin, dass nachhaltiges Handeln die Ansprüche zukünftiger Generationen an eine intakte Umwelt sowie an soziale und ökonomische Standards berücksichtigen müsse. „Nachhaltiger Klimaschutz geht uns alle an, denn die weltweite Aufgabe des Klimaschutzes kann nur erfolgreich auf lokaler Ebene gelöst werden“, sagte Untersteller.

Das Umweltministerium biete Städten und Gemeinden auf verschiedenen Ebenen Unterstützung bei ihren Bemühungen um eine nachhaltige Politik an, so der Umweltminister weiter. Etwa mit Beratungsangeboten oder mit Förderprogrammen wie „Klimaschutz-Plus“ oder „Klimaschutz mit System“. Zahlreiche Kommunen im Land seien auch schon lange und intensiv im Bereich des Klimaschutzes und einer nachhaltigen Stadtentwicklung aktiv. Über 150 von ihnen seien zum Beispiel mit dem European Energy Award ausgezeichnet.

Umweltminister Franz Untersteller und Björn Graf Bernadotte: „Die Kommunen sind die wichtigsten Akteure für einen nachhaltigen Klimaschutz im Land.“

„Besonders wichtig ist der Landesregierung, dass die Städte und Gemeinden die Bürgerinnen und Bürger einbeziehen“, betonte Untersteller. „Ohne aktive Teilhabe der Bevölkerung können die Kommunen ihre geplanten Maßnahmen nicht konsequent verwirklichen. Klimaschutz muss von einer möglichst breiten Basis getragen sein.“

Auch dem Integrierten Energie- und Klimaschutzkonzept des Landes, in dem über 100 Handlungsempfehlungen stehen, wie wir unsere Klimaschutzziele erreichen können, sei eine umfassende frühzeitige Bürgerbeteiligung vorausgegangen.

Auch die Insel Mainau integriert Klimaschutz und Nachhaltigkeit in vielfältiger Weise und bezieht dabei die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der GmbH ein. Bettina Gräfin Bernadotte erklärte: „Auf der Mainau streben wir nach einer Balance aus Ökonomie und Ökologie und Sozialem, dabei ist uns die enge Zusammenarbeit mit regionalen Partnern besonders wichtig.“ Insbesondere in Bezug auf die Energieversorgung hat die Insel in den letzten Jahren konsequent auf Nachhaltigkeit gesetzt und kann damit Beispiel für andere Unternehmen aber auch Städte und Gemeinden sein. 

Bereits seit 1997 gibt es auf der Insel eine Holzhackschnitzelheizung. Im Jahr 2011 wurde eine Holzvergaseranlage in Betrieb genommen. Bis zu 70 Prozent der Wärme und des Stroms für die Insel können aus regenerativen Quellen bezogen werden.

Bei der Besucheranreise bietet die Mainau unter anderem gemeinsam mit der Deutschen Bahn, der Bodensee-Schifffahrt und dem Hegau-Verkehrsverbund attraktive Kombi-Tickets an. Verschiedenste Projekte wie die 2008 gestartete Aktion „Mit dem Fahrrad oder zu Fuß zur Arbeit“ ergänzen das Angebot für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

„Im Klimaschutz kann jeder Einzelne etwas erreichen“, betonte Björn Graf Bernadotte. „Dabei zählt buchstäblich jeder Tritt in die Pedale oder jeder Schritt unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für eine Einsparung von Emissionen.“

Weitere Informationen 

Mainauer Nachhaltigkeitsdialog

Veranstaltungskalender Insel Mainau

Quelle: Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft und Lennart-Bernadotte-Stiftung


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