Bildungseinrichtung zur Erlangung der Hochschulreife
Bunsen‑Gymnasium Heidelberg, Elisabeth-von-Thadden-Schule, Hölderlin-Gymnasium, Internationale Gesamtschule Heidelberg
Bildungseinrichtung zur Erlangung der Hochschulreife
Bunsen‑Gymnasium Heidelberg, Elisabeth-von-Thadden-Schule, Hölderlin-Gymnasium, Internationale Gesamtschule Heidelberg
Pädagogische Ziele:
Ökologische Handlungskompetenz erwerben
Kompetenzen der nachhaltigen Entwicklung praktisch anwenden
Naturschutzfachliche Ziele:
Übergeordnete Projektziele:
Schritt 1: Arterfassung
Schritt 2: Biotopanalyse und Bewertung der Artenfunde
Schritt 3: Entwicklungsplan
Schritt 4: Umsetzung
Schritt 5: Monitoring & Pflege
Schritt 6: Evaluation, Dokumentation, Einbindung in den gebundenen Unterricht
Nutzungskonflikte auf dem Schulhof
Aufgrund der begrenzten Größe der Schulhöfe finden die ökologischen Aufwertungen vor allen auf sogenannten „Eh‑schon‑da‑Flächen“ statt. Dennoch ist das Potential dieser Flächen sehr groß. Auf kleinen Schulhöfen ist der ökologische Nutzen geringer.
Akzeptanzprobleme bei „unordentlichen“ Naturflächen
Gerade bei Flächen auf denen Sukzessionsprozesse stattfinden sollen oder auf Entwicklungsflächen (vom Rasen zur Glatthaferwiese) helfen Schautafeln, QR‑Codes und Aufklärung für die Akzeptanz in der Schulgemeinschaft und der Öffentlichkeit.
Pflegeaufwand
Bei neu angelegten Staudenbeeten, Hecken, Wiesen oder Teichen muss man die Pflege planen und sich des Zeitaufwands bewusst machen. Auch muss darauf geachtet werden, dass vom Schulträger beauftragte Landschaftspflegeunternehmen die durchgeführten Naturschutzmaßnahmen auf dem Schulgelände erkennen, sodass versehentliches Abmähen oder Abschneiden vermieden werden kann. Empfehlenswert ist eine enge Kooperation mit dem Schulträger (Absprache mit dem Landschaftsamt und Landschaftsgärtnern) und zur Unterstützung der Pflege mit Verbänden, Landschaftspflegern und Eltern.
Etablierung gebietsheimischer Pflanzenarten und Entfernung nicht‑einheimische Vegetation
Die schrittweise Entfernung neophytischer Arten erfordert Absprachen mit den Schulträgern. Parallel werden einheimische Pflanzenarten etabliert. Das Pflanzen heimischer Stauden und Gehölze ist ein Kernelement der ökologischen Aufwertung der Schulgelände.
Ressourcenbedarf
Unser Projekt wird zu 70 Prozent über Stiftungsgelder finanziert. Unseren Eigenanteil von 30 Prozent finanzieren wir über Förderprogramme, Wettbewerbe, Sponsoring durch Firmen, finanzieller Unterstützung der Schulträger und der Freundeskreise.
Evaluation
Die Evaluationen der ökologisch-naturschutzfachlichen Kompetenzen als auch der BNE-Kompetenzen bei den beteiligten Schüler:innen und Lehrpersonen sind mit erheblichem Aufwand verbunden. Daher wird eine Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule und der Universität Heidelberg angestrebt, um Master-Studierende einzubinden
Von der Naturbegeisterung unserer Schülerinnen und Schüler bis zu ihrem Einsatz für die Artenvielfalt auf dem Schulhof ist es nur ein kleiner Schritt.
SDG 4 – Hochwertige Bildung (Umsetzung der Leitperspektive BNE, Erwerb ökologischer Handlungskompetenzen)
SDG 11 – Nachhaltige Städte und Gemeinden (Beteiligung an der Umsetzung der Biodiversitätsstategie Heidelbergs, Whole School Approach)
SDG 12 – Nachhaltige Konsum‑ und Produktionsmuster (Bezug regionaler Pflanzen, Ressourcennutzung)
SDG 13 – Klimaschutz (Kohlenstoff‑Bindung, Kühlung durch Vegetation)
SDG 14 – Leben unter Wasser (Förderung Artenvielfalt, Biotopschutz)
SDG 15 – Leben an Land (Förderung Artenvielfalt, Biotopschutz)
Jochen Essig, info@arteneicherschulhof.de
Bunsen‑Gymnasium Heidelberg
Humboldtstraße 23
69120 Heidelberg
Rhein-Neckar Metropolregion