|  Kindergärten und -tagesstätten

Mit Nachhaltigkeit durchs Jahr

Kindergarten und -tagesstätte

AWO Kita Der Kleine Prinz, Karlsruhe

Man hört immer wieder, dass wir Menschen anfangen sollen, nachhaltiger zu denken, nachhaltiger zu handeln und nachhaltiger zu leben. Wir im Kleinen Prinzen finden, dass die Kinder am besten durch praktische Erfahrungen und Vorbilder lernen.
Weshalb wir die Kinder durch verschiedene Aktionen an Nachhaltigkeit heranführen möchten. Denn wir legen die Grundsteine für die nächste Generation von Erwachsenen.

Im ersten Schritt haben wir in allen Gruppen in einem Morgenkreis gemeinsam mit Kinder das Thema erarbeitet. 

Zum Beispiel: 

  • Anpflanzen von Gemüse & Obst im Außengelände
  • Anlegen einer Bienen- und Schmetterlingswiese
  • Teilnahme an den Dreck-Weg-Wochen: Vorbereitet wird diese Aktion durch „Egon Eichhorn“
  • Bauen mit Recyclingmaterialien: z.B. Joghurtbecher zum Türme bauen oder große Kartons, die ein zweites Leben als Haus, Auto oder Flugzeug erhalten

Die Kinder halfen beim Bepflanzen der Hochbeete, sie nahmen an den Dreck-Weg-Wochen teil, kauften auf dem Wochenmarkt ein, gingen zur Bücherei statt neue Bücher zu kaufen, sie bauten mit Joghurtbechern oder Kartons, sie brachten Altglas weg oder erstellten aus verschiedenen Resten ein riesiges Bild, die Kleinsten stellten aus „Wegwerfmaterial" noch kleine Kunstwerke her.

Besonders spannend war für die Kinder das Anpflanzen der verschiedenen Gemüsesorten, sowie der Blumen. Das tägliche Darum kümmern machte allen Kindern sichtlich Spaß. Auch die Teilnahme an den Dreck Weg Wochen war spannend, da wir dieses Mal von einem Radio-Team begleitet wurden, da wir seit 14 Jahren daran teilnehmen. Spannend war auch die Vernissage für die Eltern mit selbst gestalteten Müllbilder.

Das größte Ziel, was wir in der Einrichtung erreicht haben ist, dass wir weniger wegwerfen. Die Kinder sowie die Erwachsenen sehen in vielen Dinge noch eine Weiterverwendung. 

Auch der Umgang mit Pflanzen und Insekten hat sich verändert. Wir achten beim Spazierengehen darauf, nicht auf allem herumzutrampeln oder retten ein Tier, indem wir es ins Gras setzten.

Die Kinder sind im Alltag aufmerksamer geworden, was zum Beispiel die Mülltrennung angeht. Sie werfen weniger weg, da sie in allem noch eine Verwendungsmöglichkeit sehen. Zum Beispiel in Kartons oder Joghurtbechern. Man hört öfters, wie die Kinder im Flur Ihre Eltern „belehren", wenn diese etwas falsch wegwerfen. 

Auch der Umgang mit Pflanzen sowie Insekten ist liebevoller geworden.

Zum Beispiel entstand aus den Gesprächen mit den Kindern „Tauschi", unser Tauschregal, wo jeder etwas reinmachen kann, was er nicht mehr benötigt, aber noch gut ist. Die Eltern finden diese Idee klasse und nutzen die Option fleißig. 

Die Eltern unterstützen uns, indem Sie selbst darauf achten, was sie in welchen Mülleimer bei uns werfen. Statt Kartons wegzuwerfen, geben Sie diese uns.

Es war schwierig den Kindern unser Anliegen kindgerecht nahezubringen. Wir haben uns im Team viel damit auseinandergesetzt und auch Material aus dem Internet verwendet. Auch eine Fortbildung zu diesem Thema haben wir besucht.

Vieles ist gut umsetzbar was wir gemacht haben, dies war uns in der Planung von Anfang an wichtig. 
Diese Aktionen sind gut umsetzbar:

  • Bauen mit Recyclingmaterialien, wie zum Beispiel Joghurtbecher zum Türme bauen oder große Kartons, die ein zweites Leben als Haus, Auto oder Flugzeug erhalten.
  • „Tauschi“ – das Tauschregal
  • Anlegen einer Bienen- und Schmetterlingswiese durch gemeinsames Aussäen mit den Kindern
  • Anpflanzen von Gemüse & Obst im Außengelände

Die Eltern, sowie natürlich die Großeltern. Auch haben wir uns mit dem Haus der kleinen Forscher in Verbindung gesetzt, um dort eine Fortbildung zu besuchen.

Wir haben mit dem SWR (Radiosender) zusammengearbeitet bezüglich der Dreck-Weg-Wochen. 

Auch mit der Stadt Karlsruhe hatten wir Kontakt, da wir seit 14 Jahren an den Dreck-Weg-Wochen teilnehmen. 

Auch unser Träger die AWO weiß, was wir alles für die Nachhaltigkeit tun.

Wir im Team sind uns alle einig, dass wir alles, was wir dieses Jahr neu ausprobiert haben, weiterführen möchten. 

Die Vernissage mit den Müllbildern, sowie das selbstständige Anpflanzen von Gemüse und Obst. Wir wollen bis Ende des Kitajahres
noch vor der Kita einen Kräutergarten anlegen, ganz nach dem Motto: Urban Gardening.

Wir finden jede Kita sollte sich mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandersetzen. 

Oft bringen nur kleine Veränderungen im Alltag große Veränderungen, wie zum Beispiel das Anschaffen von verschiedenen Mülleimern, das Wiederverwenden von Material und das eigenständige Anpflanzen. Die Kinder sind offen für die ganze Aktion und tragen dies gerne nach Hause weiter.


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