|  Kindergärten und -tagesstätten

Aktion „Saubere Stadt"

Die Kinder sammelten Müll in Eimern.

Kindergarten und -tagesstätte

Kinder und Familienzentrum BIBER, Rastatt

Jedes Jahr aufs Neue findet im März die Aktion „Saubere Stadt" statt. Viele Kindergärten, Schulen, Horteinrichtungen und auch zahlreiche Gemeinden beteiligen sich daran. Wir haben dies zum Anlass genommen und daraus ein umfassendes Projekt mit den Vorschulkindern gestartet.

  • Terminierung Qm Zirkel mit dem pädagogischen Fachkräften.
  • Erstellen von gemeinsamen Maßnahmenplänen zu dem Thema.
  • Info an die Gemeinwesenarbeit über das Projekt und Planung der Kooperation zum Thema Elternarbeit und somit Elternaktion.
  • Kooperation mit dem städtischen Bauhof, welche und wie viele Materialien werden benötigen (Eimer, Zangen, Müllsäcke, Handschuhe).
  • Kontaktaufnahme und Terminierung mit der Umweltbildungsstation Gaggenau- Oberweier
  • Müll-Materialien zum Basteln sammeln
  • Einführung ins Projekt mit dem Morgenkreis Thema Müll
  • Vortrag sowie aktives Tun für Kinder der Umweltbildungsstation in der Kita
  • Besuch der Umweltbildungsstation mit öffentlichen Verkehrsmittel mit den Kindern
  • Müll sammeln gemeinsam mit den Kindern an mehreren Tagen
  • Basteln von Müllmonstern mit Ausstellung im Haus
  • Basteln von Sehenswürdigkeiten der Stadt Rastatt aus Müll
  • Projektkinder werden Multiplikatoren für jüngere Kinder im KiFaz BIBER zum Thema Müll

Für die Kinder war das ganze Thema sehr spannend. Von Projektschritt zu Projektschritt hat man das Engagement der Kinder erkennen können. Sie erzählten immer wieder fast fassungslos, was sie an Müll gefunden haben, auch bei privaten Spaziergängen. Stolz präsentierten sie ihre Kunstwerke aus Müll und zeigten das natürlich gerne Familien und Kindern im Haus.

  • Kinder arbeiten in einer Projektgruppe zusammen.
  • Projekte sind innerhalb der Kindertagesstätte transparent.
  • Die Kinder reflektieren und dokumentieren ihre Lernschritte.
  • Jedes Kind nimmt als Vorschüler/in an einem Projekt teil.

Das Kind erkennt Zusammenhänge in seiner Umwelt und kennt nachhaltige Handlungsweisen (z.B. Mülltrennung, Energien, Konsum).
Das Kind erlebt Partizipation und Gestaltungskompetenz im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung. 

Das Kind hat Wissen über die Lebensgrundlage im Bereich Natur und Umwelt.

  • Positive Öffentlichkeitsarbeit und schaffen von neuen Kooperationspartnerschaften
  • Eltern lernen Projektarbeit kennen und erleben sie teils auch direkt durch ihr Kind mit
  • Müll wird nicht nur bei den Kindern zum Gesprächsthema.

Leider hatten wir auch mal schlechtes Wetter und konnten nicht wie geplant Müll sammeln gehen. Dann haben wir den plan geändert und mit den Kindern gebastelt.

... Müll leider überall rumliegt. Einfach ins Tun kommen und man kommt automatisch bei einem „Müllspaziergang" mit den Kindern ins Gespräch. Die Kinder haben dann oftmals selbst so wunderbare Ideen und Gedanken. Man muss einfach aufmerksam zuhören und dies aufgreifen.

Da wir ein KiFaz sind arbeiten wir sehr vernetzt mit der GWA zusammen. Sie haben mit den Eltern und Kindern einen Müllspaziergang angeboten, der wieder sehr rege angenommen wurde. Nicht nur von Eltern der Vorschulkinder. Außerdem hatten wir erstmals eine Kooperation mit der Umweltbildungsstation. Der städtische Bauhof unterstützt uns immer mit Materialien und holt den Müll nach dem Sammeln ab.

Wir wissen, dass schon viele Kitas an der Aktion mitmachen. Wir reden viel darüber, dass wir daraus ein so umfassendes Projekt machen. Auch der Träger hat ein Wissen darüber und bestärkt uns.

Wir haben uns entschieden, dieses Jahr mit den Kindern und Eltern Laternen aus nachhaltigen Materialien zu basteln und größtmöglich auf gekaufte Bastelmaterialien zu verzichten.

Im Morgenkreis wurden die Regeln besprochen, die es beim Müll sammeln einzuhalten gilt. 

  • Regel Nr.1: Müll wird ausschließlich mit einer Zange oder mit behandschuhten Händen aufgesammelt!
  • Regel Nr.2: Glasscherben sammeln die Erzieher ein, Kinder, die welche finden, informieren die Erwachsenen darüber.
  • Regel Nr.3: Die Gruppe bleibt zusammen, in Sichtweite, keiner entfernt sich, z.B. auf die Straße.
  • Regel Nr.4: Ein großer Bogen wird um Autos gemacht, mit Zangen in den Händen. Nach der Besprechung haben die Erzieher und Kinder der Gruppe 1 aus der Garage Eimer, Zangen, Handschuhe sowie mehrere große, blaue Müllsäcke geholt, die uns der Bauhof nach der letzten Müll Sammelaktion da gelassen hatte.

Schon vor dem Kindergarten haben die Kinder viel Müll entdeckt, aber als wahre Fundgrube erwies sich wieder einmal, wie schon die Jahre zuvor, der „Alohra“ Parkplatz. Innerhalb von 90 Minuten wurden unglaubliche 4 große, blaue Müllsäcke Unrat eingesammelt. Ein Eimer mit Farbresten, ein Roller im Baum, ein Sack mit circa 15 Paar Männerschuhen, zahlreiche Flaschen, eine Jacke, ein Kellergitter, ein Regal, mehrere unangebrochene Päckchen Gummibärchen, ein hart gekochte Ei, dutzende Silvesterraketen, Kaffeebecher... und und und.....

Die Kinder haben hart gearbeitet, und den gesammelten Müll haben wir an den Mülleimer abgestellt, denn die Säcke waren unheimlich schwer. Zufälligerweise kam im selben Augenblick ein Müllsammelwagen der Stadtreinigung vorbei und hat den gesammelten Berg gleich eingesammelt.

Nach dem Bilderbuch Kino „Hannes und die Müllmonster“ durften die Kinder aus Verbrauchsmaterialien ihre eigenen Müllmonster bauen. Danach überlegten sie gemeinsam mit der pädagogischen Fachkraft noch, wie ihr Monster heißt, wo es wohnt und was es gerne macht. Die Kinder waren sehr kreativ in der Monsterwerkstatt.


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