Einführung eines Veggie Days / Erweiterung des vegetarischen und veganen Angebots
Ausgangssituation
Ein Unternehmen mit 200 Mitarbeitenden führt einen Veggie Day pro Woche in der betrieblichen Kantine ein und erweitert das vegetarische und vegane Angebot. Ziel der Maßnahme ist es, die Umweltwirkungen der Verpflegung zu reduzieren und gleichzeitig gesundheitsfördernde Ernährungsweisen zu unterstützen. Durch den geringeren Anteil tierischer Produkte können CO₂-Emissionen eingespart werden. Zudem wird angenommen, dass sich eine ausgewogenere Ernährung positiv auf die Gesundheit der Mitarbeitenden auswirkt.
Die tatsächlichen Auswirkungen hängen jedoch stark von der Akzeptanz der Mitarbeitenden, der konkreten Speisenauswahl und dem tatsächlichen Verzehrverhalten ab. Die nachfolgende Berechnung stellt daher ein vereinfachtes Beispiel dar.
Berechnungsgrundlage
Status Quo:
- 200 Mitarbeitende
- Durchschnittlich 15 Krankheitstage pro Mitarbeitendem und Jahr
- Überwiegend fleischhaltiges Kantinenangebot
Maßnahme:
- Einführung eines Veggie Days pro Woche
- Erweiterung des vegetarischen und veganen Angebots
Annahmen:
- 52 Veggie Days pro Jahr
- Kosten pro Krankheitstag: 250 €
- 1 kg CO₂-Einsparung pro Mahlzeit
- Verringerung krankheitsbedingter Fehlzeiten um 2 %
Einsparungen
| Gesundheit und Fehlzeiten (pro Jahr) | |
|---|---|
| Reduzierte krankheitsbedingte Fehlzeiten | 200 Mitarbeitende * 15 Tage * 2 % = 60 Tage |
| Ersparnis | 60 Tage * 250 € = 15.000 € |
Hinweis
Die angenommene Verringerung krankheitsbedingter Fehlzeiten basiert auf allgemeinen Zusammenhängen zwischen Ernährung, Gesundheit und Wohlbefinden. Der tatsächliche Effekt kann je nach Unternehmen, Altersstruktur und individuellen Ernährungsgewohnheiten erheblich abweichen.
| CO2 (pro Jahr) | |
|---|---|
| CO₂-Einsparung pro Woche | 200 Mitarbeitende * 1 kg CO2 = 200 kg CO2 |
| Ersparnis | 200 kg CO2 * 52 Wochen = 10.400 kg CO2 |
Hinweis
Die tatsächliche CO₂-Einsparung hängt von den konkret ersetzten Fleischgerichten sowie den angebotenen vegetarischen oder veganen Alternativen ab. Die angesetzte Einsparung von 1 kg CO₂ pro Mahlzeit stellt einen konservativen Mittelwert dar.
| Fluktuation und Personalgewinnung (pro Jahr) | |
|---|---|
| Direkter Effekt | Keine direkte Fluktuationswirkung berücksichtigt |
Kosten und Wirtschaftlichkeit
- Laufende Zusatzkosten = 0 €
- Wirtschaftlicher Nutzen = 15.000 € pro Jahr
- Return on Investment (ROI): nicht sinnvoll berechenbar, da keine zusätzlichen Investitionen erforderlich sind.
Sonstiger Nutzen
- Sensibilisierung für nachhaltige Ernährung
- Förderung eines gesundheitsbewussten Lebensstils
- Unterstützung der betrieblichen Gesundheitsförderung
Hinweise
- Akzeptanz des Angebots kann unterschiedlich ausfallen
- Nicht alle Mitarbeitenden nehmen das Angebot wahr
- CO₂-Einsparungen hängen von den tatsächlich gewählten Speisen ab
Best Practices
AOK Baden-Württemberg – Klimawin BW-Bericht 2024
Quellen
| 1 | Umweltbundesamt: https://www.umweltbundesamt.de/themen/wirtschaft-konsum/konsum-und-produkte/ernaehrung (zuletzt abgerufen am 01.06.2026) |
| 2 | WWF Deutschland: https://www.wwf.de/themen-projekte/landwirtschaft/ernaehrung (zuletzt abgerufen am 01.06.2026) |