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Erfolgreiche Teilnahme am regionalen Wettbewerb „New Mobility Award"

Berufliche Schule

Handelslehranstalt Bruchsal

Im Rahmen der Projektarbeit nahmen die BK II-Klassen an dem regionalen Wettbewerb „New Mobility Award" teil. Die SuS beschäftigen sich mit der nachhaltigen Mobilität der Zukunft.

Für die Teilnahme am New Mobility Award haben wir als Lehrkräfteteam die Zusammenarbeit aller Beteiligten systematisch vorbereitet. Dabei nutzten wir Strukturen, die sich auch für andere Projektarbeiten bewähren:

  • gemeinsame Abstimmung mit regionalen Partnern und dem Wettbewerbsteam
  • Klärung von Rollen, Kommunikationswegen und Verantwortlichkeiten
  • Erstellung eines transparenten Zeit- und Meilensteinplans
  • Bildung kooperativer Projektteams in den BK‑II‑Klassen
  • gemeinsame Analyse regionaler Mobilitätsbedarfe als Ausgangspunkt
  • Einrichtung regelmäßiger Austausch- und Feedbackformate
  • Bereitstellung von Materialien zu BNE, Innovationsmethoden und Projektorganisation

Diese vorbereitende Teamarbeit schafft Orientierung, stärkt die Kooperation und erleichtert nachhaltiges, projektorientiertes Lernen.

Mit unserer Teilnahme verfolgen wir das Ziel, Bildung für nachhaltige Entwicklung im Unterricht konkret erfahrbar zu machen und nachhaltige Mobilität als zukunftsrelevantes Thema zu vertiefen. Wir stärken die Zusammenarbeit mit regionalen Betrieben, um reale Herausforderungen einzubeziehen und authentische Lernanlässe zu schaffen. Gleichzeitig fördern wir die Berufsorientierung, indem die Schülerinnen und Schüler Einblicke in berufliche Tätigkeitsfelder rund um Mobilität, Technik und Innovation erhalten. Durch die projektorientierte Arbeit erweitern sie zudem wichtige MINT‑Qualifikationen wie Problemlösekompetenz, technische Kreativität und den Einsatz digitaler Werkzeuge.

Unsere Durchführung des Projekts im Rahmen des NEW:MOBILITY Award folgt einem klar strukturierten, kooperativen und praxisorientierten Ablauf, der BNE, Berufsorientierung, MINT‑Kompetenzen und regionale Zusammenarbeit verbindet.

  1. Einstieg und Wettbewerb kennenlernen
    Zu Beginn machten wir uns gemeinsam mit den BK‑II‑Klassen mit den Zielen und Anforderungen des Wettbewerbs vertraut. Der Award fordert die Entwicklung einer innovativen, nachhaltigen Mobilitätslösung mit Bezug zu den SDGs, zur Region und zu realen Herausforderungen. Wir analysierten Beispiele, Kriterien und die Rolle der regionalen Wirtschaftspartner.
  2. Teamfindung und Rollenklärung
    Die Schüler*innen bildeten eigenständig Projektteams und verteilten Rollen wie Projektleitung, Recherche, Technik, Medien oder Kommunikation. Wir führten in agile Arbeitsweisen ein und legten Kommunikationswege sowie Verantwortlichkeiten fest.
  3. Themenfindung und Problem-Definition
    Auf Basis regionaler Mobilitätsbedarfe (ÖPNV, Sharing, Barrierefreiheit, Klimaschutz, Logistik) entwickelten die Teams erste Problemhypothesen. Die SDGs – insbesondere SDG 9, 11, 12 und 13 – dienten als Orientierung für Nachhaltigkeit und Umsetzbarkeit. Jedes Team definierte ein klar abgegrenztes Mobilitätsproblem als Ausgangspunkt.
  4. Austausch mit Fachpersonen und Betrieben: Ein zentrales Element des Wettbewerbs ist die Kooperation mit Unternehmen der Region. Wir organisierten Gespräche mit Fachpersonen aus Mobilität, Technik und Wirtschaft, die Einblicke in reale Prozesse, technische Anforderungen und berufliche Perspektiven gaben. Dieser Austausch stärkte sowohl die Berufsorientierung als auch die Realitätsnähe der Projektideen.
  5. Meilensteine und Arbeitsstruktur

    Wir entwickelten einen transparenten Projektplan mit verbindlichen Meilensteinen:

    • Kick‑off und Themenwahl
    • Recherchephase
    • Ideenentwicklung und erste Skizzen
    • Zwischenpräsentation und Feedback
    • Fertigung der Projektabgaben
    • Finale Präsentation und Einreichung

    Parallel dokumentierten die Teams ihren Fortschritt auf Plakaten und digitalen Boards.

  6. Entwicklung der Projektidee und Prototyping
    Die Teams nutzten Kreativmethoden wie Design Thinking, um tragfähige Konzepte zu entwickeln. Anschließend entstanden Prototypen oder Modelle – digital oder physisch. Dabei wurden technische Kreativität, Problemlösekompetenz und digitale Werkzeuge eingesetzt, wodurch zentrale MINT‑Qualifikationen gestärkt wurden.
  7. Medienproduktion und Abgaben
    Für die Wettbewerbseinreichung produzierten die Teams:
    • Projektvideos,
    • Modelle oder Funktionsprototypen,
    • Präsentationen, Plakate zur SDG‑Verortung und zum Projektverlauf
    • Die Medienarbeit förderte Kommunikations‑ und Präsentationskompetenzen.
  8. Präsentation und Reflexion
    Zum Abschluss präsentierten die Teams ihre Ergebnisse und reflektierten Lernprozesse in BNE, Berufsorientierung, Kooperation und MINT. Die Teilnahme stärkte sowohl fachliche als auch überfachliche Kompetenzen und vertiefte die regionale Vernetzung.

Unsere Schülerinnen entwickelten im Rahmen des NEW:MOBILITY Award vielfältige und innovative Mobilitätskonzepte. Eingereicht wurden die Projekte Schwebebahnen, Clean‑Tunnel, Tunnelsysteme und Eco‑Parksystem. Besonders hervorzuheben sind die drei Projekte aus unserem diesjährigen Kurs: Smart Health Center, ein nachhaltiges Klinikmodell, das den Patiententransport durch neue Technologien automatisiert; Modu, ein modulares elektrisches Fahrzeug, das flexibel zwischen Stadtflitzer und Familienauto wechselt; sowie Clean Tunnel, ein unterirdisches Abfallsystem mit automatischer Sortierung. Alle Teams präsentierten ihre Ergebnisse professionell – mehrere Projekte wurden ausgezeichnet, was die hohe Qualität und Kreativität der Schülerinnen eindrucksvoll bestätigt.

Unsere Schülerinnen und Schüler waren während des gesamten Projektverlaufs aktiv beteiligt und gestalteten alle Schritte eigenverantwortlich mit. Sie entschieden sich in Teams für eigene Themen, entwickelten Konzepte, führten Recherchen durch und traten in den Austausch mit regionalen Betrieben und Fachpersonen. Durch regelmäßige Feedbackrunden, Zwischenpräsentationen und gemeinsame Reflexionen konnten sie ihre Ideen weiterentwickeln und ihre Ergebnisse professionell aufbereiten. Die hohe Identifikation mit den Projekten zeigte sich in der engagierten Arbeit an Modellen, Videos und Präsentationen sowie in der erfolgreichen Teilnahme am Wettbewerb, bei dem mehrere Teams ausgezeichnet wurden.

Zu den zentralen Highlights des Projekts gehörten die Besuche und fachkundigen Rückmeldungen der Expertinnen aus regionalen Unternehmen, die unseren Schülerinnen wertvolle Einblicke in reale Mobilitäts- und Technikprozesse ermöglichten. Die enge Zusammenarbeit mit den Betrieben führte zu intensiven Austauschformaten, praxisnahen Impulsen und sogar zu konkreten Ausbildungsmöglichkeiten für einzelne Schülerinnen und Schüler. Ein besonderer Höhepunkt war der Erfolg beim NEW:MOBILITY Award: Mehrere Teams wurden für ihre innovativen Konzepte ausgezeichnet, was die hohe Motivation und Qualität der Projektarbeit eindrucksvoll bestätigte.

Während des Projektverlaufs traten verschiedene Herausforderungen auf. Zu Beginn fiel einigen Teams die Themenfindung schwer, da Mobilitätsfragen komplex und vielschichtig sind. Durch strukturierte Leitfragen, regionale Beispiele und Austausch mit Expertinnen und Experten konnten wir die Problemstellungen eingrenzen. Auch die Koordination der Teamarbeit stellte eine Hürde dar, insbesondere bei Rollenverteilung und Zeitmanagement. Dies lösten wir durch klare Meilensteine, regelmäßige Feedbackrunden und transparente Aufgabenverteilung. Technische Schwierigkeiten bei Modellbau, Videoproduktion und digitalen Tools wurden durch Unterstützung aus Betrieben, Peer‑Learning und zusätzliche Übungsphasen aufgefangen. Insgesamt führten diese Lösungen zu stabilen Arbeitsprozessen und qualitativ hochwertigen Projektergebnissen.

  • Veröffentlichung eines ausführlichen Projektberichts auf der Schulhomepage
  • Präsentation der Ergebnisse im Rahmen schulischer Veranstaltungen
  • Berichterstattung über die Siegerehrung in der Regionalpresse
  • Sichtbarmachung der prämierten Projekte in sozialen Medien und schulinternen Kanälen

Das Projekt wird in den kommenden Jahren fortgeführt und weiter ausgebaut. Die etablierten Kooperationen mit regionalen Betrieben sollen vertieft und neue Partner gewonnen werden. Zudem planen wir, die Projektstrukturen dauerhaft im Unterricht zu verankern und weitere Schülerinnen und Schüler für nachhaltige Mobilitätsideen zu begeistern.

Unterricht und Lernangebote

Kooperationen und Partnerschaften

SDG 4 – Hochwertige Bildung
SDG 8 – Arbeit und Wirtschaftswachstum
SDG 9 – Industrie, Innovation, Infrastruktur
SDG 11 – Nachhaltige Städte und Gemeinden
SDG 12 – Konsum und Produktion
SDG 13 – Maßnahmen zum Klimaschutz

Carina Baumgärtner-Huber, carina.baumgaertner-huber@hla-bruchsal.de

Friedrich-List-Schule
Stadtgrabenstr. 1
76646 Bruchsal
Mittlerer Oberrhein (Karlsruhe)

www.handelslehranstalt-bruchsal.de


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