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WIN-Charta

Über die WIN-Charta

Goldenes WIN-Charta Logo auf goldenem Hintergrund

Die WIN-Charta ist ein einzigartiges Managementsystem für die nachhaltige Wirtschaftsweise eines Unternehmens. Mit der Unterzeichnung der WIN-Charta geben die WIN-Charta-Unternehmen ein klares Bekenntnis zu ihrer ökonomischen, ökologischen und sozialen Verantwortung ab.

Die WIN-Charta wurde als Instrument für nachhaltig wirtschaftende kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes Baden-Württemberg entwickelt. Sie basiert auf Selbstverpflichtung, Eigeninitiative und Außenkommunikation. Mit der Unterzeichnung der WIN-Charta bekennen sich Unternehmen, die zwölf Leitsätze der WIN-Charta einzuhalten und ihre Nachhaltigkeit weiter zu steigern.

Die baden-württembergische Wirtschaft ist leistungsstark und innovativ. „Nachhaltiges Wirtschaften“ gehört mittlerweile zur Unternehmensphilosophie vieler Betriebe. Mittlerweile bekennen sich weit über 200 Unternehmen zu nachhaltigem Wirtschaften, dokumentieren das und können mit dem Qualitätssiegel der WIN-Charta werben.

Nachhaltigkeit ist ein Wettbewerbsfaktor mit großer Außenwirkung. Es geht um die positive Wahrnehmung des Unternehmens und seiner Produkte bzw. Dienstleistungen. Endkunden belohnen nachhaltiges Engagement mit ihrer Kaufentscheidung. Nachhaltiges Wirtschaften sorgt für innerbetriebliche Identifikation und steigert langfristig den Wert des Unternehmens. Nachhaltiges Wirtschaften ist auf Effizienz ausgerichtet und kurbelt so Innovationen an. Neue Techniken und Entwicklungen helfen, den Ressourcenverbrauch zu drosseln und Kosten zu senken.

Für die Zukunft gewappnet – die WIN-Charta erfüllt die Anforderungen der CSR-Richtlinie. Für große Firmen (ab 500 Mitarbeitern) und Unternehmen „von öffentlichem Interesse“ wie z.B. börsennotierte Unternehmen, Kreditinstitute, Versicherungsunternehmen und solche Unternehmen, die von den Mitgliedstaaten ausdrücklich als Unternehmen von öffentlicher Bedeutung bestimmt wurden, wird mit der WIN-Charta nach EU-Richtlinie 2014/95/EU (CSR-Richtlinie) ein Angebot bereitgestellt, das die für sie geltenden Anforderungen voll erfüllt.

Die CSR-Richtlinie verpflichtet Unternehmen ab einer Größe von 500 Mitarbeitern und seit dem Jahr 2017 über „nicht-finanzielle Informationen“ zu berichten. Die daran angepasste WIN-Charta deckt alle geforderten inhaltlichen Belange ab und geht in Teilen sogar über die Berichtspflicht hinaus. Insbesondere die regionale Komponente bleibt ein herausragendes Merkmal der WIN-Charta. Eine vollständig mit der EU-Richtlinie kompatible WIN-Charta bietet einen Mehrwert für alle Unterzeichner.

Für kleine Unternehmen stellt die WIN-Charta nicht nur ein sinnvolles Nachhaltigkeitsmanagementsystem dar, sondern ist auch ein unbürokratisches Angebot, um die Anforderungen der EU-Richtlinie zu erfüllen. Durch die Zuordnung der Leitsätze zu den thematischen Belangen der Richtlinie fügen sich KMU mit der WIN-Charta optimal in ein mittelbares Supply-Chain Reporting größerer Unternehmen ein. 

Alle wichtigen Informationen haben wir für Sie noch einmal zusammengefasst:
Wichtige Fragen und Antworten (PDF)

Im Koalitionsvertrag 2016-2021 der Landesregierung von Baden-Württemberg wird dem nachhaltigen Wirtschaften ein hoher Stellenwert beigemessen. Die WIN-Charta soll zu einem Netzwerk nachhaltig wirtschaftender Unternehmen weiterentwickelt werden. Auf Seite 47 des Koalitionsvertrags von Bündnis 90/Die Grünen und CDU Baden-Württemberg ist dies folgendermaßen zusammengefasst:

"Als rohstoffarmes und exportorientiertes Land ist eine nachhaltige Wirtschaftsweise für unsere Wirtschaft von entscheidender Bedeutung. Wir wollen deshalb gemeinsam mit den Unternehmen das nachhaltige Wirtschaften zum Markenzeichen für Baden-Württemberg machen, insbesondere mit unserem schlanken und unbürokratischen Nachhaltigkeitsmanagementsystem WIN-Charta der Wirtschaftsinitiative Nachhaltigkeit (WIN), das zu einem Netzwerk nachhaltig handelnder Unternehmen weiterentwickelt werden soll."

Hier können Sie den Koalitionsvertrag herunterladen:
Koalitionsvertrag (PDF)

Die WIN-Charta kommt bei den teilnehmenden Unternehmen gut an. Das ist das Ergebnis einer Umfrage von Studierenden der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt (HfWU) Nürtingen-Geislingen.

In einem gemeinsamen Projekt der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen und der Geschäftsstelle der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes Baden-Württemberg wurden WIN-Charta-Unternehmen unter anderem nach ihren Erfahrungen, den Herausforderungen und Erfolgen mit der WIN-Charta befragt. Es konnte eine Rücklaufquote von 41 Prozent erreicht werden (üblich sind 5–10 Prozent).

Die Umfrage wurde als Projektarbeit von drei Studierenden durchgeführt. Die Leitung übernahm Prof. Dr. Klaus Gourgé aus dem Fachgebiet Unternehmenskommunikation und CSR (Leiter des MBA Trend- und Nachhaltigkeitsmanagement) in Zusammenarbeit mit Peter Wüstner von der Geschäftsstelle der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes Baden-Württemberg. Während das eine Team Vorschläge zur Steigerung des Bekanntheitsgrades erarbeitete, fragte das zweite Projekt-Team die Erfahrungen der bereits teilnehmenden Unternehmen ab. 

Ende Januar präsentierten die Studierenden aus dem 6. und 7. Semester Energie- und Ressourcenmanagement ihre Ergebnisse im Umweltministerium in Stuttgart. Die befragten Unternehmen gaben der WIN-Charta im Durchschnitt die Note 2,07. Regierungsdirektor Peter Wüstner freute sich über das positive Ergebnis und stellt fest: „Mit der fundierten Bearbeitung der Fragestellung und den erzielten Ergebnissen haben die Studierenden einen wichtigen Beitrag für die weitere Umsetzung der WIN-Charta geleistet.“ 

Zusammenfassung der Ergebnisse im Überblick

  • Hohe Zufriedenheit mit der WIN-Charta Teilnahme.
  • Nachhaltigkeit in den Unternehmen gewinnt an Bedeutung. 
  • Kommunikation mit dem Umweltministerium mit „gut“ bewertet.
  • Logo zur WIN-Charta wird von zwei Drittel der Unternehmen genutzt. 
  • 90 Prozent der Unternehmen sind mit der Kompatibilität der WIN-Charta und bestehenden Zertifikaten und Standards zufrieden. 
  • Ein Drittel der Teilnehmenden hat neue Geschäftskontakte zu anderen WIN-Charta Unternehmen hergestellt. Davon 89 Prozent durch neue Kundenkontakte, 66 Prozent durch neue Projekte und zwei WIN-Charta Unternehmen entwickeln nun gemeinsam neue Produkte.

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