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 |  Berufliche Schulen

Schülerbegegnungen der internationalen UNESCO-Projektschulen

Bildungseinrichtung: Berufliche Schule

Jörg-Zürn-Gewerbeschule

Im Rahmen der Schulpartnerschaft der internationalen UNESCO-Projektschulen treffen sich Schülerinnen und Schüler der Jörg-Zürn-Gewerbeschule in Überlingen und des Gymnasiums 39 in Baschkiriens Hauptstadt Ufa. Sie gehören dem Netzwerk der UNESCO-Projektschulen an und treffen sich alle zwei bis drei Jahre zu einem projektbezogenen Austausch mit den Schwerpunkten Umweltschutz, Wassermanagement, Technik und Kultur.

Nach den erfolgreichen gegenseitigen Begegnungen der Jahre 2012, 2015 und 2017 in Ufa und Überlingen wurde das Projektthema von russischer Seite präzisiert auf „ Die Erde ist unsere Heimat“ mit dem Schwerpunkt „Wasser zum Leben“. Der Zeitraum vom 07.02. bis 17.02.2020 wurde bereits früh vereinbart, um den Unterrichtsausfall zu begrenzen. Steckbriefe und Kontakte der russischen Schüler und Schülerinnen mit den 10 Schülern und Schülerinnen des Technischen Gymnasiums, dem Berufskolleg Biologie und der Berufsfachschule Holz wurden schon frühzeitig ausgetauscht.

Den Beitrag der Flüsse Ufa und Belaya mit dem Beitrag des Bodensees zur Trinkwasserversorgung zu vergleichen.

Ökologische Alternativen zur Mineraldüngung von Nutzpflanzen zu erkennen mittels biotechnologischer Fermentation von pflanzenschützenden Bakterien.

Traditionelle Lebensweisen und Landwirtschaft kennenzulernen sowie Toleranz und Verständnis für unterschiedliche Lebensweisen und ethnische Besonderheiten herzustellen.

Gefördert wurde das Projekt von der Stiftung „Deutsch-Russischer Jugendaustausch" (DRJA) und Mitteln des Landes Baden-Württemberg. Die Lehrer Peter Gött und Patrick Schillinger sowie Polina Sakhanevich aus Ufa begleiteten den Schüleraustausch. Nach der Anreise über Baden-Baden und Flug mit Zwischenstopp in Moskau wurden wir herzlich am Flughafen in Ufa von den Gastgeberschülern und -schülerinnen und deren Eltern empfangen und konnten die Wohnungen der Gastgeberfamilien kennenlernen. In zwei Unterrichtsstunden, die in englischer Sprache stattfanden, widmeten sich die Schüler und Schülerinnen dem Phänomen des globalen Tourismus. Dabei wurden Motive, Reiseziele und Sinn hinterfragt.

Im Unterricht wurden den Schülern und Schülerinnen auch die Schattenseiten des Konsums und Wohlstands erklärt, zum Beispiel die zunehmende Verschmutzung der Flüsse durch Plastikgegenstände. Russische Schüler und Schülerinnen sowie Lehrkräfte stellten die Wasserversorgung der Region um Ufa durch eine Talsperre des Flusses Ufa vor, während von deutscher Seite die Trinkwasserversorgung durch den Bodensee sowohl für Überlingen als auch für weite Teile Baden-Württembergs erklärt wurde. Die Bereitstellung von Trinkwasser und sanitären Anlagen als Menschenrecht wurde diskutiert.

Bei einer mehrstündigen Führung der Firma Baschinkom wurde eindrücklich demonstriert, wie bestimmte Bakterien in Fermentern produziert werden und anschließend zur Bodenverbesserung, zum Keimen von Nutzpflanzen und zum Pflanzenschutz vor Pilzinfektionen getestet werden. Dadurch konnte der Einsatz von Kunstdünger und chemischen Pestiziden in der Landwirtschaft vermieden und die Kontamination des Grundwassers reduziert werden.

Das Programm für den zehntägigen Besuch in Ufa wurde seitens der Schule mit den Eltern und den 10 Schülern und Schülerinnen abgesprochen. Wünsche zum kulturellen und sportlichen Rahmenprogramm konnten dabei eingebracht werden.

Kooperationen und Partnerschaften

  • Die mehrstündige Führung der Firma Baschinkom zur Produktion von Bakterien zur Förderung des Pflanzenwachstums.
  • Das Näherbringen der russischen Art zu leben in dem 30 km entfernten Dorf Krasny Jar. Dort zeigten uns Schülerinnen den traditionellen russischen Volkstanz und das Schneiden und Einlegen von Kohl, sowie eine orthodoxe Kirche und ein Heimatmuseum.
  • Eine Kunststunde mit Ebru-Malerei, in der wir auf spielerische und kreative Art erfahren konnten, dass Wasser und Öl Gegenpole sind, die dennoch harmonieren können.
  • Baschkirisches Bogenschießen in traditioneller Kleidung, Trampolinspringen, Akrobatik und Klettern im Flypark.

Es zeigte sich erneut, dass junge Menschen trotz unterschiedlicher Kulturen und Sozialisierungen spontan und herzlich miteinander umgehen. Es bestanden keine russischen Sprachkenntnisse der deutschen Schüler und Schülerinnen, bei der Unterbringung in den Familien gab es keine Schwierigkeiten, Scheu und Sprachbarrieren wurden überwunden. An allen Programmpunkten waren die Gastgeberschüler- und schülerinnen mitbeteiligt, sodass angeregte Interaktionen entstanden. Daher wurden die UNESCO-Ziele Völkerverständigung (Frieden), globales Denken und Nachhaltigkeit im Rahmen der Möglichkeiten voll erreicht. Leider musste der für Anfang Mai 2020 geplante Gegenbesuch in Überlingen wegen der Coronavirus-Epidemie ausfallen.

Überlinger Bürgerinitiative "Brücke nach Ufa" e. V.

Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch DRJA

Bodenseewasserversorgung BWV

Seenforschungsinstitut Langenargen

Bodenseestiftung Radolfzell

  • Zeitungsartikel im "Südkurier"
  • Einbindung in die Homepage der Stiftung DRJA 
  • Schulhomepages der JZGS und des Gymnasiums 39 in Ufa

SDG 4 – Hochwertige Bildung

SDG 6 ­– Wasser und Sanitäreinrichtungen

SDG 16 – Frieden und Gerechtigkeit

SDG 17 – Partnerschaften

Herr Dr. Peter Gött, goett@remove-this.gewerbeschule-ueberlingen.de 

Jörg-Zürn-Gewerbeschule
Rauensteinstraße 17
88662 Überlingen
www.gewerbeschule-ueberlingen.de

Gefördert durch

Logo von Engagement Global - Service für Entwicklungsinitiativen.

mit Mitteln des

Logo des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

und erstellt im Rahmen der Länderinitiativen zur Umsetzung des Orientierungsrahmens für den Lernbereich Globale Entwicklung.

Für den Inhalt der Publikationen ist allein das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg verantwortlich; die hier dargestellten Positionen geben nicht den Standpunkt von Engagement Global oder des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung wider.


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