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 |  Gesellschaft

Integration gemeinsam schaffen

Junge Migranten verlassen die Schule im Vergleich zu Gleichaltrigen ohne Migrationshintergrund häufig mit schlechteren oder gar keinen Schulabschlüssen. Ein Grund hierfür liegt unter anderem darin, dass die Eltern über das differenzierte Bildungssystem in Deutschland unzureichend informiert sind. Oft stehen auch Sprachbarrieren und kulturelle Hemmschwellen den Informations- und Beteiligungsangeboten der Schulen im Weg.

Projekt-Ziel

Eltern mit Migrationshintergrund sollen in ihrer Rolle und Verantwortung gestärkt werden, indem diese über ihre Mitwirkungsmöglichkeiten informiert, für den Schulerfolg ihrer Kinder motiviert und für ein entsprechendes Handeln qualifiziert werden. Dementsprechend sollen Akteure des Bildungsgeschehens, pädagogische Fachkräfte oder Multiplikatoren für die Arbeit mit Eltern mit Migrationshintergrund sensibilisiert werden.

Ergebnis

Durch Bildung lokaler Netzwerke (Bildungspartnerschaften) wird die Zusammenarbeit zwischen Migranteneltern, Kindergärten, Schulen und anderen Einrichtungen verstärkt. Ein Pool von hauptamtlich tätigen Beratern hat die Aufgabe, die Akteure vor Ort beim Aufbau von Bildungspartnerschaften zu unterstützen. Auch konkrete Maßnahmen lokaler Netzwerke werden finanziell gefördert. In insgesamt vier Auswahlrunden wurden bis Ende 2011 Fördermittel vergeben.

Projektträger sind der Integrationsbeauftragte der Landesregierung, Justizminister a. D. Prof. Dr. Ulrich Goll, die Robert Bosch Stiftung und die Breuninger Stiftung. Die Umsetzung des Projekts wurde dem eigens hierfür gegründeten Verein „Netzwerke für Bildungspartner e.V.“ übertragen.

Neues aus dem Projekt: Projektförderung für bessere Bildungschancen von Kindern mit Migrationshintergrund

Wie verbessert man die Bildungschancen von Kindern mit Migrationshintergrund? „Netzwerke für Bildungspartner e.V.“ setzt auf Elternbeteiligung. Im August 2010 hatte „Netzwerke für Bildungspartner e.V.“ die Ausschreibung für die erste Auswahlrunde seines Förderprogramms gestartet. Das Förderprogramm richtet sich an Vorhaben, die darauf zielen, die Zusammenarbeit zwischen Migranteneltern und Bildungseinrichtungen durch lokale Netzwerke zu stärken. Insgesamt stehen Fördermittel in Höhe von 750.000 Euro bereit, die in vier Auswahlrunden bis Ende 2011 vergeben werden.

Zahlreiche Institutionen, darunter Grund-, Haupt- und Realschulen, Kommunen, Migrantenorganisationen, kirchliche Einrichtungen, Vereine und Volkshochschulen stellten einen Förderantrag in der ersten Runde. 16 Initiativen konnten sich über eine Projektförderung in Höhe von insgesamt 72.910 Euro freuen.

Weiterführende Informationen

Abschlussbericht Integration


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